Das Würfelspiel

Seit vielen Jahren spielen wir als Familie zu Beginn des neuen Jahres, ein Würfelspiel. Es wird gewürfelt, man setzt seine Figur und soll dann etwas zu dem jeweiligen Monat erzählen. Was habe ich da erlebt? Gabe es etwas Besonderes? Etwas außer Schule und Arbeit?
Ich habe da meinen Kalender und mein Losungsbuch und blättere fleißig, um wesentliche Dinge richtig zuordnen zu können. Ich muss allerdings auch das ganze Jahr dran denken, das besondere mir auch einzutragen. Meine Frau, hat eine andere Vorbereitung. Sie hat in der Küche eine Wundertüte hängen. In die Wundertüte steckt sie Zettel mit den Wundern und besonderen Erlebnissen, die sie im Jahr erlebt. Da kam eine Eintrittskarte für ein Konzert mit Bodo Wartke, Gebetserhörungen, Heilungen, … zum Vorschein. Dieses Spiel dauert deutlich über eine Stunde, weil es so viel zu erzählen gibt.
Wenn alle den Dezember erreicht haben, staune ich, was so alles los war. Ich staune, was ich alles vergessen oder verdrängt hatte. Es war nicht alles gut und auch nicht alles schlecht. Ich staune besonders, wie viele Dinge, für die wir gebetet hatten, erledigt waren. Ich erschrecke, für wie wenig ich Gott oder auch Menschen gedankt habe. Ich erschrecke, was für mich alles selbstverständlich geworden ist.
Ich bin Gott dankbar, dass er uns so wunderbar geführt hat. Ich möchte Gott dafür ganz herzlich DANKE sagen. Es gab etliche Situationen, wo wir auf Gott „sauer“ waren. Wenn unser Sohn wochenlang keine Wasserflasche hochheben konnte, weil es vor Schmerzen nicht ging, wenn meine Frau zur Rüstzeit nachts vor Schmerzen und Schüttelfrost nicht schlafen konnte und trotzdem früh um 7 in der Küche stand, wenn für dringende Probleme keine Lösungen zu sehen waren. Ich bin dankbar, dass ich mit all dem zu Gott kommen darf und ihn bitten darf, aber ich möchte auch lernen, ihn genauso oft und lange, wie ich bitte, zu danken.
Willst du das auch, dann nimm dir eine Brottüte, schreibe Wunder drauf und wirf hinein, dass was du mit Gott erlebst. Kleine und große Dinge. Nichts ist selbstverständlich. Und wenn du auf Gott „sauer“ bist, dann schau in die Tüte und werde dankbar, für das, was Gott dir Gutes getan hat.

Psalm 50, 23
Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.

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