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Römer 15,7: Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat.

Römer 15,7: Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat.

„Hurra, ich bin ein Schulkind und nicht mehr klein!”

Wer kennt diese Zeile nicht? Vergangene Woche wurde dieses Lied wieder von vielen Kindern gesungen, die jetzt einen Ranzen auf ihrem Rücken tragen. Die meisten von ihnen konnten es kaum erwarten, endlich „zu den Großen” an die Schule zu kommen. Kein Wunder: ein Neustart ist immer eine spannende Sache, finde ich. Die Vorfreude, Neues zu lernen, Dinge auszuprobieren und nicht zuletzt neue Leute kennen zu lernen. Die Kids freuen sich darauf – da können wir Erwachsenen uns oft eine Scheibe abschneiden.

Letzten Samstag zur Einschulungsfeier saß ich bei unseren Schulanfängern in der ersten Reihe mit. Große staunende Augen, Aufmerksamkeit (zumindest bei den meisten) und Spannung: Wann bekomme ich endlich meine Zuckertüte? In dem allgemeinen Gewusel, in dem jeder einen Platz finden sollte, hörte ich folgendes kurzes Gespräch zwischen zwei Mädchen: „Wie heißt du?” „Sophia. Und du?” „Annalena” „Ok” – Ein Lächeln ausgetauscht und schon waren die beiden Mädchen miteinander bekannt. Ich musste auch lächeln und dachte, wie simpel Kinder doch sind. Während des Programms flüsterten die beiden noch manchmal miteinander. Vielleicht werden die beiden die besten Freundinnen, vielleicht auch nicht, das ist aber auch nicht das Wichtige. Sie haben einander wahrgenommen, haben sich ausgetauscht und für diesen Moment angefreundet.

Im Römerbrief 15,7 steht: Nehmt einander an. Ich finde, diese Aufgabe haben die beiden Mädchen in ganz einfacher Form erfüllt. Gut, bei Leuten, die wir noch nicht kennen, fällt es oft leichter einander zu akzeptieren. Aber wie ist das bei den Menschen, mit denen wir täglich zu tun haben? Da wird es immer schwieriger, einander anzunehmen. Vor allem, wenn mein Mitmensch mal nicht der gleichen Meinung ist, wie ich.

Eine Woche Schule ist schon wieder um und bald werden „die Kleinen” gar nicht mehr so klein sein. Sie werden sich einen Platz gesucht haben, sowohl bei der Sitzordnung, als auch in der Klassengemeinschaft. Bald werden sie sich besser kennen und mit dem einen oder anderen doch mal anecken und sich nicht immer super verstehen. (Meine beiden Schulanfängerinnen sehe ich öfters zusammen, sie verstehen sich offenbar immer noch ganz gut :)
Aber im Römerbrief steht nicht nur dieser Auftrag an uns „Nehmt einander an”, der Vers geht noch weiter „ ... wie Christus euch angenommen hat”. Das lässt uns doch aufatmen! Paulus fordert seine Gemeinde auf und zugleich ermutigt er sie: Ihr seid bereits angenommen und geliebt - nehmt auch die anderen an und liebt sie. Schwierig, aber machbar, wenn wir uns ab und zu daran erinnern. Miteinander im Gespräch bleiben, nicht aneinander vorbeileben, nicht auf seine Meinung beharren und Verständnis zeigen. In solchen schwierigen Situationen hilft oft ein kleiner Ohrwurm. Zum Beispiel „Nehmt einander an” von „Arno und Andreas” ist da hervorragend geeignet. Und wem das gerade gar nichts sagt, sollte da unbedingt mal rein hören.

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Autor(en)

Luise

Luise

Schulsozialarbeiterin

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