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Nicht genug dem Schwachen aufzuhelfen, auch stützen muss man ihn.

Nicht genug dem Schwachen aufzuhelfen, auch stützen muss man ihn.

- William Shakespeare

Ich habe einmal eine Pflanze geschenkt bekommen. Ich habe mich sehr gefreut, dass sie schnell gewachsen ist und die Knospen der Pflanze wurden rasch zu Blüten. Endlich mal eine Pflanze, die in meinem Haushalt wächst und blüht. Sehr schön! Doch eines Tages ist der Übertopf umgekippt, weil die Blüten zu schwer für die kleine Pflanze wurden. Ihr hat der Halt gefehlt. So hätte sie nicht überleben können, obwohl es anfangs so gut aussah. Daher habe ich ein Stück Faden genommen und ihn um die Stiele gebunden. Dadurch kann die Pflanze nun wieder aufrecht stehen, weiter wachsen und blühen, auch wenn ich sie in ihrer Freiheit ein bisschen beschränkt habe. Diese Bindung verleiht der Pflanze eine gewisse Sicherheit, um weiterhin wachsen zu können.

Nun stellt ihr euch sicherlich die Frage, was hat meine umgekippte Pflanze mit Gott zu tun? Eine ganze Menge sogar.

Ich denke, dass Jesus wie der Bindfaden von der Pflanze ist. Er hält unser Leben mit all unseren Lebensbereichen zusammen und sorgt dafür, dass wir durch ihn wachsen können und nicht scheitern werden. Durch unsere eigene Schwachheit geben wir Jesus sozusagen Platz in unserem Leben, seinen Willen mit uns zu tun. Ganz nach den Worten von Shakespeare: er hilft uns nicht nur auf, er unterstützt uns auch noch dabei, voranzugehen.

So steht es auch in der Bibel: „Aber er hat zu mir gesagt: »Meine Gnade ist alles, was du brauchst! Denn gerade wenn du schwach bist, wirkt meine Kraft ganz besonders an dir.« Darum will ich vor allem auf meine Schwachheit stolz sein. Dann nämlich erweist sich die Kraft von Christus an mir.“ 2. Korinther 12,9

Gottes Gnade ist alles, was wir brauchen. Was für eine wunderbare Zusage und sie gilt für jeden Einzelnen! Ohne diesen Bindfaden, Jesus, knicken wir ab, kippen um, können nicht mehr wachsen. Erst Jesus gibt uns sicheren Halt und stellt uns wieder aufrecht hin. Wir können sehen, dass Gott besonders an und mit uns wirken kann, wenn wir selbst schwach sind. Die Blumenstiele hätten es nicht alleine geschafft zu überleben. Es hat Kraft von außen gebraucht, um sie wieder aufzustellen. So kann man das im Glauben auch erkennen und erleben. Wir dürfen Schwäche eingestehen, auch wenn es uns in der heutigen Leistungsgesellschaft manchmal schwerfällt. Dadurch geben wir Gott den Platz, an uns zu wirken und mit uns voran zu gehen. Diese Aussicht gefällt mir so gut, dass ich bereit bin, mich von Jesus binden zu lassen. Andererseits bedeutet der Bindfaden auch, dass wir auf mancherlei Freiheit verzichten müssen. Auf Freiheiten, die uns sowieso nur zu Fall bringen. Auf diese Art von Freiheiten verzichte ich doch gerne, wenn ich die wichtigste Bindung in meinem Leben eingehen kann, oder etwa nicht?

Also: Wir können nur davon profitieren, wenn Jesus unser Bindfaden sein darf.

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Autor(en)

Jessica

Jessica

Schulsozialarbeiterin

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