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Faszinierend

Faszinierend

und zum Staunen

Das Bild hat mich total überrascht. Warum?
Na, dazu gehört eine kleine Geschichte.
Wir hatten in den vergangenen Februarferien mit Jugendlichen des JuZes Fotos gemacht und in unserer Dunkelkammer selbst entwickelt. Damit auch ein paar brauchbare Fotos herauskommen, musste natürlich Entwickler und Fixier angerührt werden. Die Bilderfolge war mehr oder weniger gut :). Aber wir standen ja erst am Anfang unseres Könnens und wollten weiter experimentieren.
Allein, irgendwann hatten wir die Aktion vergessen und den Fotokeller auch. Als es mich ein halbes Jahr später wieder mal dort hinein verschlug, stand ich vor dem hinterlassenen Chaos und ich machte mich schweren Herzens ans Aufräumen. Wie erstaunt war ich, als ich in der Entwicklerschale obiges Bild fand. Zu welch wunderbarem Muster hatten sich die im Entwickler erhaltenen Kristalle abgesetzt. Ich war fasziniert. Das hatte ich nicht erwartet!

Wie gut wäre es, wenn so etwas in meinem Leben passieren würde!
Ich würde so gern perfekt sein, gut dastehen vor Gott und den Menschen.
Aber wie oft ärgere ich mich, dass der Tag wieder mal total schief gelaufen ist. Mir ist nicht gelungen, meinen Mund zu halten und ich habe andere Menschen mit meinen Worten verletzt.
Oder ich treffe falsche Entscheidungen und die Angst vor den Folgen lähmt mich.
Ich mache mir Gedanken über meine Fehler und würde sie gern ungeschehen machen. Ich strenge mich an aber ich schaffe es nicht.
Wie sehr wünsche ich mir, dass aus meinen täglichen Unzulänglichkeiten etwas Vollkommenes, ein überraschendes (gutes) Bild, entsteht.
Ich weiß, Menschen sind nicht perfekt oder vollkommen und doch wünsche ich es mir und jage dem nach.

In 2.Kor. 12,9 steht:
Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf dass die Kraft Christi bei mir wohne.

Upp`s – heißt das nicht im Umkehrschluss, wenn ich perfekt bin, also nicht mehr versage, nicht schwach bin, dann kann die Kraft Gottes nicht in mir wirken Ein perfekter Mensch braucht Gottes Kraft nicht. Da ist kein Platz mehr für Seine Kraft. Das will ich nun wirklich nicht!

Jedoch bedeutet das nicht, dass ich mir in meinem Leben keine Mühe mehr geben sollte.
Es bedeutet für mich, Gott gibt etwas Wunderbares, Erstaunliches in mich hinein – seine Kraft.
Diese Kraft vollendet das, was ich nicht zu träumen wage.

(Wer das Bild im Ganzen sehen will, klicke einfach drauf.)

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Autor(en)

Manuela

Manuela

Sozialarbeiterin

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