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Der kleine aber feine Unterschied

Der kleine aber feine Unterschied

Was ist der Unterschied zwischen Glaube und Aberglaube?

Ich war diesen Sommer in Israel und natürlich auch am See Genezareth. Ich stand am Ufer, zog meine Schuhe aus … und zögerte kurz die Füße ins Wasser zu tauchen. Was wäre, wenn ich doch … so wie Petrus damals … nur ein paar Schritte … AUF dem Wasser? … Ich machte einen Schritt und – patsch – stand IM Wasser. Was für eine Enttäuschung.

Was hatte ich erwartet? Dass ich einfach mal so zu Fuß rüber nach Tiberias ans andere Ufer schlendere? Natürlich nicht. Aber wenn Gott das damals bei Petrus möglich machen konnte, dann doch auch heute, hier und jetzt! Oder? Habe ich nicht genug geglaubt? Tut Gott solche Wunder heutzutage einfach nicht mehr?

Ich habe mir die Petrus-auf-dem-See-Story (Mt. 14, 22 – 33) nochmal angesehen und festgestellt, dass mir etwas Entscheidendes zum Gelingen fehlte: Das Okay Gottes zu meiner Aktion.
In Matthäus 14, 28 + 29 steht: Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf dem Wasser. Und Jesus sprach: Komm her! Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu.
Petrus springt nicht einfach aus dem Boot, als Jesus über dem Wasser auf sie zukommt. Er holt sich die Erlaubnis seines Herrn, seines Meisters, ab. Sein Glaube war kein Aberglaube.

Was ist der Unterschied zwischen Glaube und Aberglaube? Aberglaube kommt aus dem eigenen Bauchgefühl heraus, doch echter Glaube stützt sich immer auf eine Verheißung Gottes.
Wer hat denn festgelegt, dass die Zahl 13, schwarze Katzen oder zerbrochene Spiegel Unglück bringen? Menschen haben sich das ausgedacht, weil es sich in ihrer Situation vielleicht so angefühlt hat. Wenn Petrus nur aus dem Bauchgefühl heraus „Wenn Jesus das kann, dann kann ich das als sein Jünger auch!“ aufs Wasser gegangen wäre, wäre er untergegangen.

Es liegt nicht daran, dass Gott solche Wunder heute nicht mehr vollbringen KÖNNTE. ER kann alles versprechen und es tritt ein. Er ist schließlich Gott. Aber er muss es uns zusagen! Zu meinem Leidwesen steht eben nirgendwo in der Bibel, dass Nachfolger Jesu automatisch die Gabe haben, übers Wasser zu gehen. Da hatte ich in meiner Situation Pech gehabt.

Doch es gibt viele andere Verheißungen und Zusagen Gottes, an die ich glaube und denen ich fest vertraue: Ich bin ein geliebtes Kind Gottes. Ich bin erwählt und erlöst zum ewigen Leben. Ich bin ein Meisterstück. Jesus begleitet mich und ist für meine Sünden ans Kreuz gegangen.
Glaubst du das auch? Sind das Zusagen, die dich „auf dem Wasser laufen lassen“?

Oder anders gefragt: Setzt du dein Vertrauen auf etwas, das sich gerade gut anfühlt, oder setzt du dein Vertrauen auf das Wort Gottes?

 

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Autor(en)

Elena

Elena

Jugendmitarbeiterin

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