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DEIN Lächeln strahlt über mir

DEIN Lächeln strahlt über mir

Ich hebe meine Augen auf zu DIR, der DU im Himmel thronst. (Ps. 123,1)

Ich habe meinen Blick schon als Kind gern nach oben gerichtet. In meinem Kinderzimmer war so eine Holzverkleidungen an der Decke. Dort habe ich immer nach Maserungen gesucht, die wie Figuren oder Gesichter aussahen und habe mir Geschichten dazu ausgedacht. Auf der Wiese liegen und in die Wolken gucken, Deckengemälde in Kirchen betrachten oder in den Sternenhimmel schauen – das alles fand ich immer toll. Ein bisschen schiebe ich das auf meine Mama, die mich als Baby bei jedem Wetter draußen in den Kinderwagen gepackt hat. Sie meinte am ruhigsten war ich, wenn ich im Garten unter dem Apfelbaum stand und die Blätter über mir sehen konnte.

Den Blick nach oben zu richten, hat etwas Faszinierendes, Ungewohntes. Wir schauen im Alltag bestenfalls geradeaus, aber doch meist nach unten auf unsere Füße (oder auf das Smartphone in unserer Hand). Dabei hat es durchaus etwas Befreiendes den Blick zu heben und nach oben zu schauen. Man wird automatisch größer, man sieht mehr, die Körperhaltung verbessert sich und damit auch der Gemütszustand. (Du kannst es gern mal ausprobieren.) Unsere Haltung hat viel mit unseren Gefühlen zu tun. Schon bei Kain und Abel hat Gott Kains Gefühlszustand an dessen Haltung erkannt. „Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst du? Und warum senkst du deinen Blick?“ (1.Mose 4,6) Scham, Wut und Traurigkeit bringen uns dazu, den Kopf zu senken. Niemand soll unsere Gefühle erkennen, wir wollen keinem in die Augen sehen. Dabei möchte Gott genau das! Er möchte, dass wir unsere Gefühle mit ihm teilen. Und das ist noch nicht alles: Gott möchte uns helfen. Er meint es gut mit uns und möchte sich um uns in jeder Lebenslage kümmern. Auch wenn uns eigentlich gerade mehr nach Verstecken zu Mute ist.

Dabei kann ein „Ich hebe meinen Blick auf zu Gott“ auch einiges in die richtige Perspektive rücken. Siehst du nach unten, hast du nur deine Füße, die graue Straße, deinen nächsten Schritt, dich selbst vor Augen. Hebst du den Blick, so siehst du weiter: den Weg vor dir, den Himmel über dir, den größeren Zusammenhang, das ZIEL.
Wie meine Physiotherapeutin sagte: Hör auf deinen Kopf einzuziehen. Du bist keine Schildkröte, du bist eine Prinzessin! (Die Prinzen unter euch dürfen sich gern auch angesprochen fühlen.) Christlich gesehen könnte man auch sagen: Du bist keine Schildkröte, du bist ein geliebtes Kind Gottes!

Im Lied „So hoch der Himmel ist“ von Johannes Hartl heißt es:
Meine Augen richten Sich auf Dich allein, denn Du bist meine Burg, mein fester Turm.
Denn so hoch der Himmel ist, ist Deine Gnade über mir.
Wenn mein Herz voll Schatten ist, strahlt Dein Lächeln über mir.

Und dieses Lächeln sehen wir nur, wenn wir den Blick heben zu dem, der uns freimacht.
So: Look up!

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Autor(en)

Elena

Elena

Jugendmitarbeiterin

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