 YouGo! Januar '10
| Mittwoch, 08.09.2010
| [Alle Rubriken] [Rubrik "JuGos"] zugehörige Fotoshow von Thomy.Ein neues Jahr, aber sonst alles beim Alten. Am letzten Januar-Sonntag war es nach der kleinen Weihnachts-Pause wieder soweit: YouGo! in der Lutherkirche.
Alle Bänke proppevoll, Worship mit der YouGo-Band und die Jupfa-News mit Anna und Luggy. Wenn man da nicht ins Staunen kommt – dann wenigstens in der Lobpreiszeit mit „Alle Schöpfung staunt und preist“ und „God of wonders“.
Auch diesmal erlebten wir im Anspiel wieder eine ganz alltägliche Situation – zumindest für die Hälfte von uns – Mädelsabend!! Wenn da nicht die Post abgeht mit abenteuerlichen Spielen wie Geocache oder Puzzeln. Puzzeln? Da soll die Post abgehn? Na gut, wenn’s sein muss. Alle Puzzleteile aus der Tüte und auf den Tisch. Zur gleichen Zeit in der Puzzlewelt unterhalten sich zwei Puzzleteile miteinander. Beide sind froh, endlich aus dieser engen Tüte raus zu sein, wo man sie gar nicht richtig sehen kann. Doch während das eine sich auf’s Spielen freut, ist das andere maßlos darüber empört, wie man es nur anfassen und drehen und an andere fügen kann. Doch es nützt nichts. Puzzleteile sind nun mal zum Puzzeln da.
Wer dieses Anspiel nicht gesehen hat, hat eine Menge Humor, Wortwitz und Liebe für’s Bühnendetail und Outfit verpasst. Also schnell die DVD anschaun.
Habt ihr gern Puzzles? Die meisten wohl eher nicht. 1000 Teile an seinen Platz zu setzen, dauert nun mal eine gewisse Zeit und sehr viel Geduld.
Vielleicht fragt ihr euch auch nach 10 Minuten, warum der Hersteller des Puzzles dieses schöne Bild zerschnitten hat.
Doch ich muss euch leider enttäuschen. Ihr kommt nicht drum herum. Puzzeln müsst ihr wohl ein Leben lang.
Ihr puzzelt täglich. Manchmal findet ihr ein Teil und klebt es auf. Doch manchmal findet ihr auch tagelang kein Teil. Und soviele Puzzleteile ihr auch schon zusammen habt und findet, es bleibt wohl immer unvollendet. Ihr ahnt vielleicht die Form, doch die einzelnen Teile sind mühsame Arbeit.
Hast du auch so ein Puzzle?
Ja, du hast.
Dein Puzzle zeigt dir Gott. Es zeigt dir, wer er ist und was das mit dir zu tun hat. Dieses Puzzle wird immer unvollendet bleiben, nur bruchstückchenhaft kannst du Gott erkennen.
Aber hier die gute Nachricht. Du bist nicht allein auf dich gestellt.
Jesus hilft dir dabei, Gott zu erkennen, indem er uns von ihm erzählt.
„…; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, so spricht der HERR,…“ Jeremia 29, 13.14
Puzzleteil für Puzzleteil wirst du mehr von Gott erkennen. Auch als offenbaren bezeichnet.
Gott gibt dir viele Möglichkeiten, um ihm zu begegnen. Er lässt sich finden.
Er nutzt dein ganzes Leben, um sich zu zeigen. In deinem Herzen soll ein Bild von ihm entstehen.
Und weil er weiß, dass puzzeln viel mehr Spaß gemeinsam macht, puzzelt Gott auch gern. Stück für Stück setzt er ein wunderschönes Bild von ihm in dein Leben.
Vielleicht stellst du dir jetzt die Frage, wo du denn Gott begegnen kannst, wo findet das gemeinsame Puzzeln statt? In der Kirche? Wo findest du die Puzzleteile von Gott?
Die Grundvoraussetzung findest du auf der zweiten Seite der Bibel.
Gott schreitet durch seine Schöpfung und freut sich an dem, was er gebaut hat. Dann fragt er: Adam, wo bist du?
Sarah, wo bist du? Thomas, wo bist du? Wie auch immer du heißen magst, diese Frage stellt Gott genau dir. Wo bist du?
Gott will sich finden lassen.
Zwischen den verschiedenen Puzzleteilen, die wir gemeinsam gefunden haben, gab es immer wieder eine Zeit, Gott zu loben, Gott zu danken für jedes neue Puzzleteil, für jedes neue Stück, das er von sich offenbart.
Gott ist treu. Er lässt sich finden, wenn wir ihn suchen. Das gilt.
„Der ewig treue Gott“.
Gott ist verrückt nach dir. Er will, dass du die verschiedenen Puzzleteile entdeckst. Er hat dir dafür den ganzen Kosmos gebaut, die ganze atemberaubende Natur. Nur für dich.
Gott will uns in seiner Schöpfung begegnen.
Die Natur, Gottes Schöpfung ist sein Geschenk an dich. Der perfekte Lebensraum.
Was war dein schönstes Erlebnis, dein schönster Moment, den du in der Natur hattest? Für Juliane war es zum Beispiel in Frankreich nach einer Kletterroute auf dem Felsen zu sitzen und das weite Meer zu sehen oder die Genialität eines Spinnennetzes zu bestaunen, durch das die Sonne strahlt.
Sicherlich hattest du ähnlich beeindruckende Erlebnisse. Diese Erlebnisse schenkt dir Gott, weil er dir so begegnen will. Gott kennt dich und weiß genau, was du magst. Und er will, dass du ihn auch kennenlernst.
„Über die Berge und das Meer“
Du kannst ganz viele Puzzleteile in Gottes Schöpfung finden, doch dabei belässt er es nicht. Er will unbedingt, dass du ihn findest. Er überlässt das keinem Zufall, sondern zeigt noch viel mehr von sich.
Gott will uns in seinem Wort begegnen.
Die Bibel. Das am besten überlieferte Buch der Welt. Sie enthält genauere und sichere Daten als es über manch berühmten Pharao gibt.
Die Bibel hat etwas mit dir zu tun, mit deinem Leben. Sie lässt dich nicht mehr los und spricht in dein Leben hinein.
Als Benno noch in Jena studierte, wollte Gott etwas ganz Bestimmtes von ihm. Er setzte alles daran, dass Benno die Leitung einer christlichen Studentengruppe übernimmt. Doch Benno wollte das nicht, er lehnte das ab. Auf einer Rüste hörte er in einer Bibelarbeit die berühmte Frage von Jesus an Petrus: „Hast du mich lieb? Dann weide meine Schafe.“ Dreimal sagt er diese Worte zu Petrus. Benno verstand zu diesem Zeitpunkt zwar, dass er die Leitung übernehmen sollte, aber ganz überzeugt war er noch nicht. Als er nun eines schönen YouGo!-Sonntags zum Aufbau fuhr, fand er einen kleinen gelben Zettel eines vergangenen YouGo!s auf dem die Textzeilen des Liedes „Werd ich dir folgen“ stehen. Sofort wurde er wieder an die Bibelarbeit erinnert. „Dreimal fragst du mich nur: Liebst du mich?“ Nein, dabei lässt es Gott nicht. Benno schaltet das Autoradio an und es läuft eine CD mit dem Lied „Werd ich dir folgen… Dreimal fragst du mich nur: Liebst du mich?“. Richtig Gänsehaut bekam er dann, als das Lied auch noch im YouGo! gespielt wurde. Er ließ sich für dieses Amt aufstellen – und wurde einstimmig gewählt.
„So groß ist der Herr“
Manchmal werden wir mit Gottes Wort wie unter einem Wasserfall überschüttet, doch wenn du dir nicht jeden Tag die Zeit nimmst für einen kleinen Schluck geistliche Nahrung, wirst du zu jedem Gottesdienst, zu jeder Rüstzeit halb verdurstet kommen.
Gott will dir jeden Tag begegnen.
Er ist da, ist neben dir. Das verspricht er dir. Du kannst ihn mit Leib, Seele und Geist erfahren.
Gott begegnet dir dort, wo du dir Zeit für ihn nimmst.
Gott will uns im Lobpreis begegnen.
Wo du die Nähe zu Gott suchst, dort hält er sich auch gern auf. Ganz nah kannst du Gott zum Beispiel beim Singen, Musik machen sein.
Ari hat uns berichtet, was ihr die Musik und das Singen bedeutet. Sie wird sehr oft von Musik, von Liedern berührt. Vielleicht geht es dir ja auch so? Gott geht auf die Verschiedenheiten der Menschen ein. Vielleicht hast du ja auch ein Lied oder eine Melodie oder einen Liedtext, bei dem du Gänsehaut bekommst oder der dich irgendwie anspricht. Faszinierend, wie akustische Signale Emotionen hervorrufen und verändern können. Mit Musik kann man sich oftmals besser ausdrücken. Das sind nicht „nur“ Worte.
„Hosanna“
Gelobt sei der da kommt im Namen des Herrn.
Ein großartiger Gott. Und er will sich mit dir unterhalten.
Die ganze Bibel ist ein Liebesbrief nur für dich. Der dickste, den du jemals bekommen hast, oder?
Gott ist genial. Und er geht noch weiter.
Gott will uns in Jesus begegnen.
Er wird selber Mensch. Er kommt in Jesus auf die Erde.
Wenn man Jesus betrachtet, sieht man also Gott, wie er ist.
Jesus mischt sich mitten unter das Volk, er tritt nicht auf wie ein König oder gibt sich mit dem Hochadel ab. Sein Ziel ist es, ganz „gewöhnlichen“ Menschen wie dir und mir zu begegnen.
Er erzählt und zeigt, wie Gott ist. Er lebt es vor, er ist schließlich Gott.
Selbst am Kreuz sagt Jesus: „vergib ihnen, Vater, denn sie wissen nicht, was sie tun.“
Wer könnte das noch außer Gott?
Auch nach der Auferstehung zeigt Jesus sich seinen Jüngern, die den Glauben hatten, dass Jesus von den Toten aufersteht. Wäre es nicht viel befriedigender gewesen, sich seinen Mördern zu zeigen? Nein, Jesus zieht es zu seinen engsten Vertrauten.
„Was für ein Mensch, was für ein Gott“
Und trotz der vielen Puzzleteile, die wir zusammen gesammelt haben, ist es doch nicht fertig.
Immer wieder versuchen Menschen das Geheimnis Gott zu entdecken. Sie geiseln sich, sprengen sich in die Luft, stellen Gesetze auf,… Doch da ist Gott nicht.
Der engste Vertraute von Jesus, der Mann, der Gott so nah war wie noch niemand – Johannes – ist mit ganzem Herzen dabei. Viele Jahre nach seiner Gemeinschaft mit Jesus schreibt er im
1. Johannes 4, 9-12, wie er Gott sieht.
Gott ist Liebe. Ziemlich simpel, oder? In Zeiten der inflationären Benutzung des Wortes Liebe ist die Frage sicher berechtigt, ob das nicht zu kurz gedacht ist.
Doch wenn du erkannt hast, dass Gott Liebe ist, reicht das.
Das Gesamtbild Gottes ist Liebe. Kein Gefühl, sondern tiefe Gewissheit. Gott will dich voranbringen, das Beste für dich, nicht verletzen. Aus Liebe schenkt Gott dir die Welt, schenkt er sein Wort, schenkt er seinen Sohn – sich selbst – …
Deswegen hinterfragt er alles, was du tust, was du bist,…
Gott hat uns zuerst geliebt. Müssen nicht dann auch wir uns einander lieben? Uns mit Respekt behandeln? Nur dann hat Gottes Liebe zu uns ein Ziel. Schon als Embryo hat Gott dich geliebt und gekannt.
Gottes Liebe geht immer Voraus, seine Liebe steht zuvor und sie sehnt sich nach Antwort in deinem Leben. Du kannst nicht zügellos leben, weil die Liebe Gottes verändert.
Nur so hat seine Liebe ein Ziel, seine Vollendung, seine Vollkommenheit. Dein Leben kann so sein, wie Gott es sich für dich gedacht hat. Das färbt auf andere ab. Andere können in dir ein Puzzleteil, ein Stück von Gott entdecken.
Wär das nicht schön, wenn das bei allen funktionieren würde? Wenn alle Gott begegnen würden?
Wir sind nicht geliebt, weil wir so wertvoll sind, wir sind so wertvoll, weil wir geliebt sind.
Das hat Jesus das Leben gekostet. Und es wird dich auch dein Leben kosten. Gott will dein ganzes Leben, jedes Stück von dir und will es mit seinen Farben prägen. So kann es noch schöner, noch vielfältiger werden.
Gott schenke dir offene Augen, ein offenes Herz, um ihm zu begegnen und mit ihm ein klares Bild zu puzzeln.
Sei ein Puzzleteil für andere, damit auch diese Menschen Gott begegnen können.
Steff, erstellt am 04.02.2010.
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