 Nicht die Quantität ist entscheidend – auf die Qualität kommt’s an!
| Donnerstag, 09.09.2010
| [Alle Rubriken] [Rubrik "JuGos"] Mittlerweile schon zum festen Bestandteil des YouGo!s geworden, starteten wir auch diesmal wieder mit den NEWS oder „Dem Wort zum Sonntag“.
Markus und Anna luden zu vielen verschiedenen Veranstaltungen ein, u.a. zum Wander-YouGo! in Wildenfels am 11. Oktober um 17 Uhr. Also merken und weitersagen!!
Natürlich haben wir auch wieder mit Unterstützung der Band gesungen, gebetet, getanzt und unseren Herrn gefeiert – „Über die Berge und das Meer“, „Bis ans Ende dieser Welt“, „Der Morgenstern“, „Du gingst für mich ans Kreuz“ und „Mighty to save“.
Doch neben den festen Bestandteilen des YouGo!s gab es diesmal auch noch viele andere Dinge zu sehen und zu hören.
Benjamin „Benno“ Tröger wurde als neuer Jugendmitarbeiter eingeführt und eingesegnet – mit ein paar „Worten zum Dienst“ vom Superintendenten. Anna wurde aus ihrem FSJler-Jahr verabschiedet und für ihre weitere Zukunft gesegnet. Als kleines Erinnerungs-Geschenk bekam sie einen grünen (ihre Lieblingsfarbe) original Jupfa-Stuhl mit original Kaugummi an der Unterseite überreicht. Und last but not least wurde Annett „`s Nettl“ Erler nach Rostock verabschiedet, wo sie ab dieser Woche in der Deutschen Missionsgemeinschaft arbeitet. Wer sie von euch kennt, weiß, wie engagiert sie sich viele Jahre in die Jugendarbeit eingebracht hat. Deswegen auch an dieser Stelle nochmal ein großes Dankschön und Gottes Segen für die nächsten Schritte, die vor dir liegen, Nettl!
Das Anspiel bewies uns, dass zwei identische Alltagssituationen völlig verschieden ablaufen können – je nach Stimmung, Laune, Einstellung,…
Da ist die Schwester entweder das totale Nervbündel oder die beste der Welt. Die Losung völlig unpassend oder Ermunterung. Der Kaffee zu kalt, zu schwach oder die perfekte Morgenerfrischung. Und wie beginnst du deinen Morgen??
Wann hast du das letzte Mal darüber nachgedacht, was andere von dir halten?
Wann hast du dir das letzte Mal auf die Zunge gebissen, weil du gerade etwas unfaires sagen wolltest?
Wann hat dir das letzte Mal leid getan, was du gesagt hast?
Was spielt das Gesagte bei Christen eigentlich für eine Rolle?
Eine Spiegel-Studie hat kürzlich ergeben, dass Frauen am Tag durchschnittlich 16.215 Wörter loswerden. Aber Vorsicht, liebe Männer, bevor ihr anfangt in Klischees zu verfallen, die Studie hat auch ergeben, dass Männer durchschnittlich 15.669 Wörter am Tag reden – quasi genau soviel! Der Unterschied kann also vernachlässigt werden.
Der Sprechsieger lag übrigens bei 45.000 Wörtern und war ein Mann. Der, der am wenigsten sagte, war ebenfalls ein Mann – mit 500 Wörtern.
Doch es kommt wie bei vielen Dingen auch beim Reden nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität an!
Durch Reden machen wir uns Freunde oder Feinde, wir trösten oder verletzen, wir drücken Liebe oder Hass aus, wir loben oder verurteilen, wir bauen auf oder zerstören.
Nichts prägt das Miteinander mehr als die Sprache.
Wir können wie im Anspiel bewiesen zwei völlig identische Situationen völlig verschieden gestalten. Ständig bewerten wir die Dinge, die uns umgeben – ob wir wollen oder nicht.
Deswegen sollten wir uns lieber einmal mehr als zu wenig fragen: Wie reden wir über unsere Umwelt, unsere Mitmenschen?
Die Zunge ist das Körperteil, über das am meisten in der Bibel steht – sie wird sogar als zweischneidiges Schwert bezeichnet.
Wir können mit unserer Zunge Gott loben und gleichzeitig andere Menschen verfluchen. Ein gefährliches Organ!
Im 1. Petrus 3, 9 steht: „…sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt.“
Redet Gutes! Segnet!
Segnen bedeutet Gutes zu sagen.
Das soll unser Leben als Christ prägen. Wir sind von Gott heraus gerufen, um Segen zu verbreiten – egal in welcher Situation.
Gott segnet uns zuerst – er hat damit angefangen. Er ist unser Vater und seine Grundhaltung uns gegenüber ist: Segen.
In der Schöpfungsgeschichte im 1. Mose 1, 28 steht, dass Gott Mann und Frau wunderbar gemacht und sie gesegnet hat. „Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan…“ Gott traut uns etwas zu. Er traut uns ein Leben in Verantwortung zu.
Das entspricht dem Wesen Gottes als Vater. Er liebt seine Kinder.
Segnet! Dazu seid ihr von Gott berufen.
Doch wie sieht das praktisch aus? Sollen wir jeden segnen, dem wir begegnen? Wohl eher nicht!
Vielmehr sollte es unser Lebensprinzip sein.
Dazu brauchen wir die Beziehung zum Spender des Segens, zu Gott.
Gott wertet dich und mich positiv. Das kann durch dich und mich auf andere Beziehungen mit unseren Mitmenschen, Eltern, Lehrern,… abfärben.
Und wir können eine gelungene Beziehung mit uns selber führen, wir können über uns selbst gut reden.
Wann standest du das letzte Mal vorm Spiegel und warst begeisterst, hast gesagt: „Wow, in dich könnte ich mich verlieben!“ Standest du überhaupt schon mal so vor dem Spiegel? Nein? Dann wird es Zeit! Liebe dich selbst! Gott hat dich genial und wunderbar gemacht und er freut sich an dir. Er ist in dich verliebt. Du kannst also gar nicht so übel sein, wie du manchmal meinst. Du kannst gar nicht hässlich sein.
Natürlich soll dich das nicht zum Hochmut ermuntern. Aber viele müssen lernen, gut von sich selber zu reden.
Es ist Sünde, dies nicht zu tun!
Vielleicht vergleichst du dich zu viel mit anderen?
Das bringt nichts, denn Gott hat dich genau so einmalig und einzigartig geschaffen wie Jennifer Lopez oder Brad Pitt.
Was ist dir Gottes Urteil wert?
Ein Gesegneter zu sein bedeutet, dem Urteil Gottes mehr zu vertrauen als dem Urteil anderer, mehr als der Mode-Industrie oder der Klassen-Schönheit.
Nimm Gottes Segen an! DU kannst ihn erben und auf andere ausstrahlen.
Wenn ich mich selber als geliebtes Kind begreife, dann kann ich niemand anderen abweisen.
Es ist Wahnsinn, wie wir manchmal über andere reden. Es ist Wahnsinn, wie unbarmherzig wir sein können. Und eins ist sicher: Es wir schwer, das zu verändern, weil es immer wieder Menschen geben wird, die uns nicht passen oder die uns gegenüber unfair sind.
Aber wenn wir uns dem hingeben, dann fallen wir aus Gottes Segen. Dann redet er nicht mehr gut über uns, über das, was wir tun.
Deswegen prüft euch selbst! Gibt es Menschen, über die ihr schlecht redet? Eltern? Mitschüler? Lehrer? Mitchristen?
Wenn die Zunge missbräuchlich verwendet wird, dann verbreitet sie keinen Segen, sondern Fluch. Es gibt nur schwarz oder weiß. Fluch oder Segen. Jedes schlechte Wort ist ein Fluch!
Worte sind unsere schärfste Waffe. Es ist viel einfacher mit Worten zu morden als mit einer Waffe.
Wenn es Probleme im Miteinander gibt, dann müssen wir darüber reden. Jesus gibt uns Regeln, die uns organisieren und schützen sollen. Lest dazu Matthäus 18,15ff.
Jesus zeigt uns hier klare Regeln, barmherzig miteinander umzugehen und den anderen nicht gleich zur Schnecke zu machen.
Gut voneinander reden klingt so einfach und theoretisch und doch ist es so schwer zu leben, weil uns aufregen viel leichter fällt.
Aber die Verheißung aus 1. Petrus macht uns zu Erben des Segens, zu jemandem, über den Gott gut redet, andere gut reden und der gut über sich selbst redet.
Wer segnet, wird selbst zum Gesegneten.
Gott stellt uns hier keine Frage des Wollens. Wir sollen!!
Und nicht, weil Gott uns dann mehr liebt, sondern weil es uns gut tut, weil Beziehungen zu anderen so gelingen usw.
Wäre es nicht genial und unbeschreiblich anziehend für andere, wenn sie sehen, wie Christen so miteinander umgehen?
Yes, we can! Yes, we should! Ja, wir sollen das tun!
Steff, erstellt am 07.10.2009.
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