 YouGo August 09
| Mittwoch, 08.09.2010
| [Alle Rubriken] [Rubrik "JuGos"] zugehörige Fotoshow von Thomy.
Braun gebrannt, erholt und mit vielen Sommer- und Rüstzeit-Erlebnissen fanden sich wie gewohnt viele viele Jugendliche pünktlich um 17 Uhr in der Lutherkirche zum ersten YouGo! nach der Sommerpause ein.
Jedoch wurde diesmal nicht wie gewohnt mit „M&M“ gestartet, sondern mit dem „Wort zum Sonntag“ – moderiert von Markus und Anna. Kleiner Auszug: Am 12. September findet wieder das Rancherspiel Reloaded für die Spiel- und Naturbegeisterten unter uns im Werdauer Wald statt. Also ganz schnell noch anmelden!!!
Weiter ging’s mit einer genialen Lobpreis- und Gebetszeit, in der wir Gott für alle Erlebnisse, Erfahrungen, Bewahrung und schönen Momente während des Sommers Dank sagen, singen, tanzen und zeigen konnten. Definitiv mit Gänsehaut-Potential ;)
Geträllert haben wir: „Gestern, heute, morgen und für immer“, „Du tust“, „Du bist mein Gott“, „Mighty to save“ und „Jesus, der Erlöser“.
Im Anspiel sind wir auf drei Typen getroffen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können – doch alle drei hatten das gleiche Ziel: ein Ikea-Regal aufzubauen. Nun weiß der ein oder andere, der in diesem schwedischen Möbelwarengeschäft schon das ein oder andere Inventar erworben hat, dass der Aufbau oder die Installation meistens mit Komplikationen verbunden sind. So auch in unserem Anspiel. Als erstes hätten wir da den vorbildlichen Bedienungsanleitungs-Leser, der brav die Schrauben auf Vollständigkeit zählt und den „Ektor-Bolzen“ auch ja mit dem „Sniglar-Loch“ im „Fado-Brett“ verbindet. Der zweite Bastler benutzt statt Hammer und Schraubenzieher lieber seinen Taschenrechner und das Tafelwerk, um erstmal alles bis auf die zwanzigste Kommastelle genau zu analysieren und auszuwerten. Und als Drittes wäre da noch der Praktiker, der die Bedienungsanleitung in der Pfeife raucht und alles zusammen nagelt, was irgendwie zusammenpassen könnte – getreu dem Motto: „Was nicht passt, wird passend gemacht“. Das Ergebnis: neben witzigen Dialogen ein schiefes Regal, dass nur mit Wand und Schuh hält und am Ende doch zusammenfällt. Was ist nun die beste Variante?
Talent, Anleitung oder Formeln? Alle drei Varianten kamen nicht zum gewünschten Ergebnis. Was erreicht man also mit gesundem Menschenverstand, Bildung oder Logik? Kurz und bündig: Nichts!
Klar werden wir auch morgen wieder in die Schule, zum Studium, in die Ausbildung oder auf Arbeit gehen, aber wie weit kommen wir damit? Mit dem, was wir uns aneignen, lernen usw.?
Reicht es für ein erfolgreiches, stabiles und gutes Leben? Reicht Wissen oder zu wissen, wo es steht?
Ist unser Leben wie das „Molger-Regal“ von Ikea? Wir können es mit etwas Talent und einer Anleitung problemlos aufbauen und dann steht’s?
Vielleicht habt ihr auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass ihr auf Rüstzeiten eine ganz andere Gottesbeziehung habt als im Alltag. Wo ist Gott im Alltag? Hast du dir diese Frage auch schon gestellt? So schnell ist vergessen, was wir auf Rüstzeiten erlebt haben, was wir vorher „aufgestellt“ haben. Soviel tolle Erlebnisse und ganz schnell fällt alles zusammen.
Ihr kennt doch sicherlich Mr. Murphy beziehungsweise seine Gesetze. „Alles, was schief gehen kann, geht schief.“
Oder die Steigerung:
1. „Wenn etwas schief gehen kann, dann geht es schief.“ (Hauptregel)
2. „Wenn etwas auf verschiedene Arten schief gehen kann, dann geht es immer auf die Art schief, die am meisten Schaden anrichtet.“
3. „Hat man alle Möglichkeiten ausgeschlossen, bei denen etwas schief gehen kann, eröffnet sich sofort eine neue Möglichkeit.“
4. „Die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt, ist umgekehrt proportional zu seiner Erwünschtheit.“
5. „Früher oder später wird die schlimmstmögliche Verkettung von Umständen eintreten.“
6. „Wenn etwas zu gut erscheint, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch.“
Scheinen sich diese „Gesetze“ nicht auf unser geistliches Leben zu beziehen?
Wir treten jedes Mal wieder ins Fettnäpfchen, wenn sich eine Möglichkeit bietet.
Man nimmt sich auf Rüstzeit etwas vor – ehrenamtliche Mitarbeit, regelmäßiges Beten und Bibel lesen und und und…
Und was davon setzt man dann wirklich um?
Warum ist die Beziehung zu Gott auf Rüstzeiten immer so toll und einfach und im Alltag so schwer? Wo ist Gott in meinem Alltag?
Schauen wir uns doch mal den Alltag der ersten Christen an. Lest dazu Apostelgeschichte 5, Verse 12 bis 16.
Scheint ziemlich einfach, oder? Sie hatten natürlich ganz andere Probleme, die Christen von damals kämpften mit dem riesigen Gemeindewachstum. Das unterscheidet uns von ihnen.
Wie erlebst du die Gegenwart Gottes? Wo ist Gott manchmal?
Die Leute haben damals viel mit Gott erlebt, er war ganz real.
Kannst du das nachvollziehen? Erlebst du Gott auch so real? Spürst du ihn?
Wenn ja, dann freu dich darüber und sei dankbar für dieses Geschenk.
Meistens ist es aber leider anders. Warum?
In der Apostelgeschichte 8, 26-40 wird von einem Mann aus Sudan geschrieben, der Schatzverwalter sprich so was wie unser heutiger Finanzminister Peer Steinbrück war. Deswegen hat Buschi ihn auch gleich spontan auf Peer getauft :)
Es wird beschrieben, dass Peer Sehnsucht nach Gott hatte. Gott ließ ihm keine Ruhe. Und deswegen machte Peer sich auf den Weg. Er wartete nicht, bis Gott zu ihm kam. Er entschied sich und gab Gott somit Raum in seinem Alltag.
Es liegt demnach an dir, ob du in die Gänge kommst oder nicht.
Peer machte sich also auf die Reise nach Norden, nach Jerusalem. Das könntest du auch tun – brauchst du aber nicht. Denn nicht weit von dir gibt es sicherlich eine Gemeinde oder Leute, die auch Christen sind. Wir dürfen also ganz einfach in die Gänge kommen, wenn wir Gott erleben wollen.
Peer kam an den Tempel. Er wusste, dass man dort Gott danken können soll. Die Erlebnisse, die er dort hatte, sind nicht weiter beschrieben, aber er war auf jeden Fall nicht drin, weil keine Heiden Zugang in den Tempel hatten, sie durften ausschließlich in den Vorhof, sonst mussten sie mit der Todesstrafe rechnen.
Geht’s dir in deiner Gemeinde auch so? Du gehst jeden Sonntag in den Gottesdienst und irgendwie bleibst du trotzdem „vor der Tür“? Komische Lieder, eine fremde Sprache, Regeln,… Aber das ist nicht Gott, das hat nichts mit ihm zu tun. Manche glauben damit Gott zu dienen. Ok, das ist ihr Glauben, den solltest du respektieren. Aber versuche offen zu bleiben, den Gottesdienst mit zu gestalten. Steter Tropfen ölt den Stein.
Peer durfte auch nicht in den Tempel, er war auch draußen. Eigentlich hätte er jetzt ganz schön sauer sein können. Kommt den ganzen langen Weg angereist und darf nicht rein. Aber er gab nicht auf, denn er wollte Gott persönlich kennenlernen.
Er kaufte sich eine Bibel – und die war damals sehr teuer. Peer ließ sich die Suche nach Gott was kosten. Man kann Gott in seinem Wort begegnen. Peer checkt, wie wichtig und wertvoll Gottes Wort ist. Und wir? Wir haben tausend Möglichkeiten, lesen die Bibel aber nicht. Traurig, oder?
Wenn wir Gott erleben wollen, dann müssen wir uns seinem Originalton aussetzen!
Peer machte sich wieder auf den Heimweg und las dabei seine neu erworbene Bibel. Er ließ sich nicht entmutigen, auch wenn er nichts von dem verstand, was er da las. Er blieb dran.
Bleib du auch dran, auch wenn du permanent verlierst und du nichts merkst. Gott hat versprochen: „Suchet mich, so werdet ihr leben.“ Wenn ihr Gott von ganzem Herzen sucht, so wird er sich von euch finden lassen. Das hat er dir zugesagt.
Peer erlebte genau das. Während er so las, war auf einmal ein Jogger neben seiner Kutsche. Er bekam das erst nicht mit und las laut weiter. Der Jogger fragte ihn, ob er verstehe, was er liest. Peer war inzwischen ziemlich genervt von den Fremdsprachen, die er nicht verstand und wollte, dass der Jogger ihm das Gelesene erklärt. Und das war genau die richtige Entscheidung. Er kannte den Jogger nicht, lädt ihn aber trotzdem ein.
Gott hat den Jogger geschickt – Peer’s wegen.
Gott sieht auch dein Suchen, er drückt eben nicht nur auf die „Yes-Repeat“-Taste bei deinen Bitten und Fragen. Aber er weiß um deine Gebete und deinen Mangel.
Der Text, den Philippus las, handelte von Jesus. Jesus, das Lamm, das sich opfert. Jesus war und ist keiner, dem die Menschen egal sind. Jesus schaut ins Herz. Von Zöllnern, von frommen Priestern, von Fischern.
Philippus erzählte von der Bergpredigt, wie Jesus alle Werte umwarf und deswegen auch umgebracht wurde. Gott hat Jesus mitten unter uns gestellt. Durch Jesus wird Gott geerdet.
Peer war irritiert, aber er hörte zu. Philippus erzählte von der Kreuzigung, dass Gott lebt, dass er das mit eigenen Augen gesehen hat. Peer war begeistert. Er traf doch tatsächlich auf jemanden, der Jesus erlebt hat und erlebt.
Das veränderte Peer’s Leben total. Peer hat gesucht und Jesus hat ihn gefunden. Jesus war da, er spürte ihn. Deswegen ließ er sich taufen.
Peer war so begeistert, dass er garnicht merkte, dass Philippus auf einmal verschwunden war. Von Freude erfüllt, setzte er seine Reise fort.
Aber es war nicht mehr alles beim Alten. Peer wurde zu einem Philippus.
Sei du auch ein Peer! Suche in deinem Alltag und du wirst finden. Lies die Bibel. Such die Begegnung mit anderen.
Und sei ein Philippus! Lass dich von Jesus einladen, Jesus zu verkündigen. Schau dich um, ob irgendwo ein Peer ist. Wo ist der, der Jesus sucht? Es gibt überall einen Peer.
Rechne mit Gott in deinem Leben! Suche ihn und er wird dich finden!
Mit Gott in deinem Leben rechnen. Als Nachbereitung gab es für jeden einen kleinen Zettel, auf dem wir in der kommenden Woche festhalten konnten, wo wir Gott erlebt haben.
Sei aufmerksam, halte deine Erlebnisse fest und nimm dir Zeit, dich mit anderen darüber auszutauschen und anderen davon zu erzählen – das muss nix Großes sein. Manchmal helfen schon die kleinsten Erlebnisse einem anderen, der genau deine Worte gebraucht hat.
Steff, erstellt am 09.09.2009.
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