 „Ich war’s!“ – Aber DU auch!
| Donnerstag, 09.09.2010
| [Alle Rubriken] [Rubrik "JuGos"] zugehörige Fotoshow von Anna.Vier Sträflinge, eine Omi in Schub- und Ziehkarre mit vollem Karacho auf einem zu bewältigenden Parcours der nur so vor Stolperfallen strotz – das hört sich doch ganz nach dem alljährlich statt findenden Jugendtag an! Auch 2009 versammelten sich am 17. Mai auf dem Sportplatz neben dem Jugendpfarramt zahlreiche Junge Gemeinden aus dem Kirchbezirk um in diesem Jahr als „Daltons“ verkleidet Lucky Luke das Fürchten zu lehren.
Unter dem großen Motto „Ich war’s!“ feierten wir gegen 11 Uhr gemeinsam Gottesdienst unter freiem Himmel und bei herrlichem Wetter. Dabei war die Kernaussage von Julianes Predigt, dass jeder Mensch schuldig ist und die Nähe Gottes verspielt indem er sündigt. Ich war’s, du warst’s, wir alle sind vor Gott straffällig. Passend dazu und auch als kleine Erinnerung erhielt anschließend jeder ein so genanntes „Taschenkreuz“. Den Abschluss des Gottesdienstes übernahm Lucky Buschi mit Gitarre und Bass-Stimme zu „Einsamer Cowboy“ – ein Ohrenschmaus für alle Luke-Fans.
Während der Mittagspause, bei der natürlich – wie auch den ganzen Tag über - bestens für das leibliche Wohl gesorgt wurde, bestand die Möglichkeit für die eine oder andere Cowboy-Aktivität. Besonders den Kids gefiel es, wie im wilden Westen Lasso zu werfen, Gold zuschürfen oder auch zu versuchen den Krug so weit wie möglich über die Theke zu schieben. Natürlich gab es auch wieder ein Jugendtags-T-Shirt zu erwerben - mit dem Logo zu „Ich war’s!“ und der passenden Bibelstelle:
"Jeder Mensch ist schuldig und hat das Leben in der Nähe Gottes verspielt. Doch Gott erklärt uns, ohne dass wir etwas dafür tun müssten, für gerecht, weil Jesus Christus uns von unserer Schuld befreit hat." Rö.3, 23.24
Um 15 Uhr startete mit einer kleinen Einführungsrunde des „Jupfa-Teams“ und der Moderation von „Sheriff und Daisy“ der erste Teil des Schubkarrenrennens. 16 Mannschaften sprinteten, sprangen, krochen, kletterten, rutschten und fuhren um die Wette was das Zeug hielt: Die Daltons wurden mit Hilfe der Omi aus dem Gefängnis alias Gitterbox befreit, rutschten dann über Röllchen- und Schmierseifenbahn bevor sie zum Rasenski durch ein PE-Rohr kriechen mussten, um dann durch die „Wäscherei“ zur Gefängnismauer (Eskaladierwand) zu gelangen. Drübergeklettert, mitsamt Omi und Karre ausgebüchst und Zeit genommen – Teil 1 des Parcours war geschafft!
Nach einer geschwinden Umbaupause war es auch schon Zeit für „Schubkarrenrennen, die Zweite“. Die Daltons waren entkommen und somit bereit für den nächsten Coup: Bank (aus)rauben, hieß Bierzeltbank klauen um sich im Gegenzug weniger auffällige Klamotten (XXL-Shirts und Oma-Schlüpper) zulegen zu können. Dann durch Wald und Wiesen und ab auf’s Klo – Hä, auf’s Klo?! Ja, denn die Omi ist doch inkontinent und musste eben mal dringend. Also schnell Klopapierrolle von der Größe einer XXL-Kabelrolle besorgt, abgewartet bis die Omi gespühlt wurde – pardon - hatte und dann einfach nur noch weg. Blöd nur, wenn man zu schnell unterwegs ist und sich die Ziellinie als Radarkontrolle erweist. Ende der Geschichte: Lucky Luke sorgte dafür, dass die Daltons wieder im Knast landeten, genau wie wir es aus den vielen Folgen kennen. Für das Thema des Tages „Ich war’s!“ bedeutete das „Ich bin’s weiterhin.“ – aber es gibt keine Verurteilung! Reeds, der als Richter verkleidet war, verkündigte uns den Freispruch, die Vergebung der Sünden. Denn durch Jesu’ Handeln beginnt die Ewigkeit schon jetzt und die Versöhnung mit unserem Vater ist greifbar, erlebbar und auch feierbar – was wir dann auch taten. Der Richtertisch verwandelte sich zum Altar und damit zum reich gedeckten Tisch um den wir das Abendmahl und so auch unseren Erlöser feierten, und zwar mit all unserem Denken und all unseren Sinnen.
Eine Sache blieb natürlich noch zu klären, nämlich wer von den 16 Jungen Gemeinden denn nun am schnellsten entkommen konnte! Sieger wurde die JG Lauenhain und konnte sich über einmal Paddeln auf der Mulde freuen. Freuen konnten sich auch die Banditen der JG Vielau/Friedrichsgrün, denn sie wurden zu den schönsten erkoren.
Gegen 17 Uhr war der Jugendtag dann auch schon vorbei und viele fleißige Hände machten sich an das Abbauen. Resümee eines mal wieder ziemlich abenteuerlichen aber auch erkenntnisreichen Jugendtages: einige blaue Flecken, so manche Schramme an der Schubkarre und ein paar blutende ebersbrunner Wunden, aber nichts desto trotz auch viel Herzblut und eine satte Portion Vorfreude auf den Jugendtag 2010!
Anna Eichmann
Anna, erstellt am 29.07.2009.
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