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Donnerstag, 09.09.2010
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zugehörige Fotoshow von Thomy.

Man kann nicht nicht kommunizieren.

Auf den YouGo eingestimmt wurden wir diesen Monat mit den Klängen aus einem bekannten, vor allem von Frauen geliebten, „schmutzigen“ Tanzfilm.

Die Jupfa-YouGo-News moderierten M&M (Michi und Marcus) diesmal live auf der Bühne. Wer wissen will, was geht: http://www.jupfa-zwickau.de bzw. http://www.cvjm-zwickau.de

Die Worship-Zeit wurde diesmal ans Ende gelegt. Doch wir wurden eingeladen, am Anfang des YouGos ein Bekenntnis abzulegen. Das Bekenntnis, dass Jesus lebt. „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“.

Anschließend wurden die zwei „Personen für alles“ Dani und Corn von ihrem Dienst mit einem Segen für ihren weiteren Weg und einem Dankeschön-Strauß verabschiedet. Beide haben in Moritzburg angefangen, ihren Horizont zu erweitern ;) Natürlich gibt es auch eine Neue, die aber bitte nicht so genannt werden möchte. Man kann sie auch Anna rufen. Von hinten wie von vorn A-N-N-A. Sie wurde in das vor ihr liegende Jahr und in die Zusammenarbeit mit dem Jupfa eingesegnet.

Vor dem Anspiel noch ein kleines Liedchen für den Herrn. „Alle Schöpfung staunt und preist“.
Die Loriot-Fans unter uns kamen bei dem Anspiel auf ihre Kosten. Corn als Hermann und Dani als Berta in der Star-Besetzung. Das Stück ist unter den Kennern als „Szenen einer Ehe“ bekannt. Kommunikation auf höchster Ebene zwischen Mann und Frau. Hermann will einfach nur in seinem Sessel sitzen und nichts tun, während Berta ihm ständig was Neues einreden will. Bis dann schließlich die Unterhaltung eskaliert, Berta fragt, wieso Hermann sie so anschreit, worauf er zurück schreit: Ich schrei doch garnicht!!

Tja, Kommunikation. Nicht nur zwischen Man und Frau oftmals schwierig. Sven G. aus H. inzwischen aus W. weihte uns in die Geheimisse der Kommunikation ein.
Schön, wenn man sich etwas zu sagen hat, oder? Nicht selbstverständlich.
Doch wie ein weiser Mann (Paul Watzlawick) einmal behauptete: Man kann nicht nicht kommunizieren.

Kommunikation ist alles. Kommunikation ist ständig und überall. Man kann bis zum Erbrechen kommunizieren. Dabei gibt es das Wort „kommunizieren“ erst seit dem 18. Jhd. Ins deutsche übertragen bedeutet es, etwas gemeinschaftlich zu tun, mitzuteilen.
Tja, mitteilen kann man sich seinen Nächsten von morgens bis abends. Doch steckt nicht mehr in diesem Wort?
Kommunikation kommt aus dem lateinischen communicare. Zerlegt man dieses Wort ergeben sich commune (Kommune, Gemeinde, Gemeinschaft) und care (das wir aus dem Englischen kennen: Sorge für jemand tragen, auf jemanden aufpassen).
Jetzt wieder zusammengesetzt bedeutet Kommunikation also: Sorge für die Gemeinschaft tragen, auf das Miteinander aufpassen.

Kommunikation beeinflusst das Miteinander, das Füreinander und eine Beziehung.
Doch noch wichtiger als die Frage, wie wir miteinander kommunizieren, ist die Frage: Wie kommuniziere ich mit Gott?
Na klar, durch das Gebet. Die Worte Gebet bzw. Anbetung sind erst im Zuge der Christianisierung entstanden. Abgeleitet wird es von bitten. Doch in ein Gebet gehört noch viel mehr. Dinge wie Bitten, Schweigen, Loben, Klagen oder Danken können Gebete füllen. Angefangen beim Tischgebet über Fürbitte für Kranke bis hin zum Gebet vor der nächsten Prüfung.
Martin Luther sagte einmal: Wer viel zu tun hat, soll auch viel beten. Und wer hat schon nicht viel zu tun? Aber ist es mit Reden schon getan?
Eher nicht. Die Beziehung spielt bei der Kommunikation eine ganz wesentliche Rolle. Kommunikation hat immer einen Inhalt und einen Beziehungsaspekt. Niemand kommuniziert mit allen gleich. Eben weil niemand zu jedem die gleiche Beziehung hat.
Durch Kommunikation wird auch die Qualität einer Beziehung deutlich. Auf menschlicher Ebene bedeutet das, wie tief Gespräche gehen, ob Smalltalk oder ernsthaftes Erkunden nach dem anderen, wie respektvoll wir miteinander umgehen usw. Auf geistlicher Ebene bedeutet das, wie viel du betest, was du Gott erzählst, ob du ihn an allen Lebensbereichen teilhaben lässt.
Kommunikation erhält weiterhin eine Beziehung aufrecht. Durch Gebet und Kommunikation mit Gott kannst du ihn kennenlernen, verstehen lernen, ihm vertrauen lernen, dass er das Beste für dich will und weiß.

Im Lukasevangelium 18,1-7 steht die Geschichte der bittenden Witwe. Lies sie nach! Heißt das jetzt: Wer ningelt, der gewinnt? Diese Aussage lässt sich wohl nicht bestätigen. Doch die Witwe gab nicht auf. Sie wollte etwas und sie war auf die Hilfe des Richters angewiesen. Ihr einziges Mittel war Beharrlichkeit.
Und genau das wollte auch Jesus seinen Jüngern deutlich machen. Beharrlichkeit im Gebet. Natürlich ist Gott kein Wunscherfüllungsautomat, doch er hört uns und er weiß um unsere Anliegen und er wird sie gut machen. Das entspricht manchmal nicht unseren Vorstellungen, doch im Nachhinein dürfen wir erkennen und vertrauen, dass Gott das Beste daraus gemacht hat.
Verlass dich auf Gott und nicht auf andere. Nur dann kann er wirken. Nur dann kann er für dich sorgen.

In Johannes 14,14 lernt Jesus uns, wie wir beten sollen. Nämlich in seinem Namen. Bei Gott ist aller Reichtum und er will uns davon geben. Alles, was Gott von uns „fordert“, ist, dass wir ehrfürchtig vor ihn treten und auf sein Erbarmen setzen sollen. Und Gott ist barmherzig: Jesus ist Gottes Barmherzigkeit für uns.
Deswegen ist es wichtig, dein Beten zu überprüfen. Widerspricht es dem Wesen Jesu? Um eine Antwort zu finden, musst du Jesus jedoch kennenlernen. Und das dauert, das ist ein Weg, bei dem du an jeder Weggabelung das Handeln und Wesen Gottes besser kennenlernen kannst. Die Voraussetzung ist und bleibt die Beziehung zu Gott, die er sich sehnlichst wünscht.

In einem Versuch des Wissenschaftlers Erving Goffman (face-Konzept) hat er heraus gefunden, dass die gegenseitige Anerkennung und Akzeptanz zweier Gesprächspartner eine signifikante Rolle für eine erfolgreiche Kommunikation spielen. Es werden Gefühle wie Vertrauen und Sicherheit ausgelöst. Andernfalls entstehen Irritation und Angst.
Um das in der Kommunikation mit Gott zu bewerkstelligen, müssen wir Gott kennenlernen, wissen, wie er ist, wie er tickt, müssen wir mit ihm intim sein. Wenn das funktioniert, dann ist auch die Kommunikation erfolgreich. Wir müssen erkennen, dass Gott weitsichtiger ist als wir. Wir müssen lernen, dass nicht wir die Welt in unseren Händen halten und Kontrolle über alles besitzen. Dementsprechend kannst du mit Gott kommunizieren, zu ihm beten.
Gott ist kein Unterdrücker. Er ist liebender Vater und Freund. In die Vater-Beziehung zu Gott wächst du hinein. Wie in deine menschliche Vater-Beziehung. Du siehst deinen Vater nicht immer gleich, sondern lernst, ihn mit anderen Augen zu sehen, seinen Rat und seine Unterstützung zu schätzen.

Auch die Jünger wollten wissen, wie sie zum Vater beten sollen. Jesu’s Antwort steht bei Matthäus 6,5-15.
Gebet bedeutet Kommunikation, Arbeiten an der Beziehung zu Gott, dafür sorgen, dass es Gott gut geht. Er liebt dich und er möchte wissen, wie es dir geht, was dich bedrückt, was dich froh macht. Du musst kein perfekter Beter sein und alle orthografischen Regeln befolgen, auf deinen Satzbau achten usw. Du kannst sein, wie du bist. Gott hat dich so geschaffen. Er liebt dich. Und er versteht dich, auch wenn dein Nächster das nicht kann.

Es gibt viele Wege des Gebets, der Kommunikation mit Gott. Gott ist das „Wie“ nicht wichtig. Er nimmt dich wahr und möchte Beziehung mit dir.

Wenn man nicht nicht kommunizieren kann, dann überleg doch mal, wie du den ganzen Tag kommunizierst, mit deinen Nächsten, mit Gott.
Gebet verändert und Gebet hat Macht. Gott muss nur um deine Sorgen, Nöte, Ängste, Freuden wissen, dann kann er für dich sorgen und an deinem Leben teilnehmen.
Kommunikation mit Gott ist gut und tut gut.

Nach dem Lied „Näher“ wurden wir zur Kommunikation mit Gott eingeladen. Dazu gab es eine Zeit lang Stille, in der jeder für sich mit Gott kommunizieren konnte und einen Lobpreisteil, um Gott zu sagen, wie toll wir ihn finden. Jede Beziehung braucht Lob und Anerkennung. Gott ist in dich verliebt und wartet auf Antwort von dir. Geh los und begegne ihm.

Zum Schluss gab’s noch den Segen von unserem Bassisten und Jugendpfarrer Buschi und natürlich das Abschlusslied. „Mein Retter, mein Gott“.

Stefanie Händel, erstellt am 05.10.2008.
 

 
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