 JuGo, 30.03.2008
| Mittwoch, 08.09.2010
| [Alle Rubriken] [Rubrik "JuGos"] zugehörige Fotoshow von Thomas Alscher.Du fragst dich auch, wo denn nun die Kirschen bleiben oder wie geistliches Wachstum funktioniert? Dann drück auf ...
Zum „Fly Away“ (Lenny Kravitz) der JuGo-Band durften wir uns am Sonntag, den 30.03. um 17 Uhr in der Lutherkirche einfinden und gleich mitrocken.
Gelobt und gepriesen haben wir unseren Herrn mit „Rückenwind“, „Blessed be your name“ und „Der Morgenstern“ – und zwar tanzend, sitzend, stehend, mit erhobenen Händen... jeder wie er wollte.
Auf der Anspielbühne war diesmal ein großes Schild mit „OPI“ zu lesen. Nein, damit war nicht die Koseform von Großvater gemeint, sondern eine wortverwandte Baumarktkette. Und schon kam der Rudi im Gärtnerlook auf die Bühne. Mit einer Schürze um den Leib und einem knochigen kleinen Bäumchen (angeblich ein Kirschbaum, für den Laien hätte es aber jeder sein können) in der Hand fragte er sich, wo denn die Kirschen nun wachsen sollen. Da er allein nicht darauf kam (nach mehrmaligem Wenden des Bäumchens), suchte er sich die Nummer vom „OPI“-Baumarkt raus und rief an. Im ersten Moment noch erfreut, solch nette weibliche Stimme am anderen Ende der Leitung zu hören, merkte er schnell, dass er gar nicht zu Wort kommen konnte, da es sich nur um eine elektronische Ansage handelte. Rudi legte erstmal wieder auf. Und rief nochmal an. Und wieder hörte er nur die elektronische Ansage. Nachdem er diesmal etwas länger zuhörte, merkte er doch recht schnell, dass er sich zu seinem gewünschten Informationsthema durchwählen musste. Und dann – endlich eine menschliche Stimme am anderen Ende. Sie war zwar nicht weiblich und auch nicht besonders nett, aber er kam wenigstens zu Wort und erklärte sein Problem. Die Stimme war keine andere als die von Goldi, den wir nun auch auf der Bühne in seinem orange-weißen „OPI“-Tshirt beschmunzeln konnten. Nachdem er Rudi begreiflich machen konnte, dass ein Baum gepflanzt werden muss und Erde braucht, machte sich dieser gleich an die Arbeit. Praktisch sah das dann so aus, dass Rudi sich einen großen Topf nahm, das Bäumchen mit der Wurzel in der Luft hinein steckte und den 30l-Sack Blumenerde samt Tüte dazustellte. Da noch immer keine Kirschen zu ernten waren, rief er schnell wieder an, diesmal schon schneller, da er die Nummern auswendig konnte. Das ganze Spielchen ging nun noch ein paar Mal hin und her. Goldi gab ihm Tipps und Rudi setzte sie nach seinem Verständnis um. So durfte sich der Baum noch über eine Flasche Mineralwasser, eine Lichterkette, ein Schild mit „Licht“ und Rudi`s körpereigenen Düngern freuen. Doch all das half nichts. Keine Kirschen. Total entnervt und wutentbrannt stürmte Rudi schließlich den „OPI“-Baumarkt und vergriff sich an Goldi, der doch eigentlich alles richtig gemacht hatte, oder?
Einem Besucher bei seinem ersten Gottesdienst geht’s wahrscheinlich nicht anders als Rudi – er versteht nur Bahnhof. Doch geht’s uns anders, auch wenn wir schon viel öfter bei einem waren? Verstehen wir das, was uns der Pfarrer mit auf den Weg gibt? Oder ist es doch viel mehr so, dass die Woche wieder beginnt, unser Alltag und wir die Botschaft zwar aufgenommen haben, aber der Erfolg ausbleibt? Rudi hat auch nur das befolgt, was Goldi ihm gesagt hat, aber vollkommen falsch. Und das Ergebnis? Keine Kirschen.
Wie ist das mit dir? Sind biblische Wahrheiten eigentlich nur fromme Sprüche für dich?
Das letzte Mal ging es um das In-Sein, in Christus, das Christusbekenntnis. Heute geht es um die Früchte dessen.
Die Voraussetzung ist geistliches Wachstum. Willst du das überhaupt? Nein? Dann brauchst du dich auch nicht zu wundern, dass nichts passiert, was dich prägt und dass du keine lebendigen Erfahrungen mit Gott machst.
Du musst Konsequenzen aus dem Gehörten ziehen, sonst ist dein Glaube tot und es kann nicht wachsen.
Die Antwort auf die Frage, wie geistliches Wachstum möglich ist, gibt Apostelgeschichte 2,37-47.
Auch sie haben grad eine Predigt gehört.
Hast du Sehnsucht, dass Jesus lebendig wirkt, dass in deinem Alltag Wunder geschehen?
Glaubensleben funktioniert nicht per Fingerschnipsen. Ohne geistliche Nahrung geht dir die Kraft aus, du bleibst auf der Strecke. Du isst doch auch nicht nur einmal in der Woche, oder?
Folgende 5 Bedingungen für geistliches Wachstum lassen sich aufstellen:
1. Du musst sterben, um wachsen zu können.
Nein, das ist nicht grad romantisch. Aber denk an das Gleichnis mit dem Weizenkorn. Wenn es nicht stirbt, bleibt es allein. Doch wenn es stirbt, bringt es viel Frucht. Das bedeutet, ohne Sterben geht’s nicht.
Willst du sterben? Willst du deinen Willen hinter den Von Jesus stellen?
Das kann grad in solchen Situationen eine große Hürde sein, wenn du eigentlich denkst, dass du im Recht bist und Jesus aber von dir verlangt, dir zu verstehen gibt, dass du dich entschuldigen sollst. Die typische Reaktion ist doch erstmal Ablehnung. Nein, ich bin doch im Recht. Zu sterben heißt jedoch Unterordnung.
Jesus kann erst dann wirken, wenn du stirbst und deinen Stolz aufgibst. Das tut natürlich weh und deswegen drücken wir uns auch gern vor diesen Situationen, weil wir unser eigenes Leben mehr lieben als Jesus.
2. Festhalten an der Lehre der Apostel.
Du musst dich immer wieder mit Gottes Wort auseinandersetzen. Jesus selbst ist das Gott Wortes. Wenn du also das Wort vernachlässigst, vernachlässigst du auch Jesus.
Hast du Sehnsucht mehr über Jesus wissen zu wollen, wissen zu wollen, was Jesus mit dir vor hat? Dann muss Gottes Wort zentraler Bestandteil in deinem Alltag bleiben. Dann musst du dich mit Jesus auseinandersetzen. Das fällt oft schwer, denn ein Jünger, ein Schüler zu sein, trifft bei uns nicht auf Jubel und Freude. Aber als Jünger bist du selbst bei Jesus in der Lehre. Willst du das?
Wir gehen oft völlig unvorbereitet in die Schule Gottes oder hast du deine Bibel zum JuGo dabei? Oder Schreibzeug für Dinge, die dir wichtig werden? Du kannst nicht jede Predigt im Kopf behalten. Traust du deinen Predigern nicht mehr zu, dass sie dir etwas sagen, das es wer ist, aufzuschreiben?
3. Festhalten an der geschwisterlichen Gemeinschaft.
Diese Bedingung bildet einen zentralen Punkt für dein geistliches Wachstum.
Wenn du deinen Glauben allein leben willst, wird er irgendwann sterben, denn du bist anfälliger für die Herausforderungen des Lebens und viel leichter zu zerbrechen.
Je mehr Geschwister du um dich hast, mit denen du die Sorgen des Alltags teilen kannst, die für dich beten, desto weniger angreifbar bist du. Gemeinschaft ist dazu da, um sich gegenseitig zu helfen und zu stärken. Ist das in deiner Gemeinschaft so? Bist du nur in der JG oder bist du die JG?
Gemeinschaft geht natürlich außerhalb der JG weiter: in der Schule, in Hauskreisen, in Sportgruppen, im Gottesdienst, ...
Durch Gemeinschaft kann Jesus wirken.
Das bedeutet, Zeit für andere zu investieren, doch ohne Investition kann kein Wachstum erfolgen.
4. Festhalten am Brechen des Brotes.
Jesus sagt beim Abendmahl: „.. so oft ihr das tut..“ nicht „so wenig“. Abendmahl ist auch Gemeinschaft. Gemeinsam zu essen ist Gemeinschaft.
Symbolisch wird ein Brot gebrochen, weil wir alle zusammen gehören, ein Laib.
Deswegen ist Abendmahl wichtig. Es sollte nicht zu einer Raucherpause odereinem Kaffeeklatsch reduziert werden.
Ist das Abendmahl ein fester Bestandteil des geistlichen Wachstums?
Ist dir die Bedeutung des Abendmahls bewusst? Leib und Blut für dich gegeben und vergossen. Jesus ist für dich gestorben.
5. Festhalten an den gemeinsamen Gebeten.
Warum gemeinsam? Weil auch gemeinsames Gebet ein Ausdruck von Gemeinschaft ist. Wir alle sind Geschwister. Wie ist unser Verhältnis in der Familie Gottes? Gemeinsames Gebet ist ein Ausdruck der Zusammengehörigkeit. Es ist ein „Einsmachen“. Und Jesus wird mitten unter uns sein.
Auf Gebeten liegt weiterhin eine große Verheißung. Deswegen macht damit weiter und hört nicht auf oder fangt an damit. Oder kommuniziert ihr in eurer Familie auch nur mit Zeichensprache? Sagt in der Gemeinschaft, was euch bedrückt, denn dann können die anderen für euch beten.
Überleg doch mal in Ruhe, welcher der fünf Punkte bei dir zu kurz kommt, bei dir fehlt. Keiner der Punkte steht allein. Wenn eins fehlt, stoppt geistliches Wachstum. Was Gott für uns bereit hält, kommt zum Stocken.
Dies alles ist natürlich ein riesiges Leistungspaket im riesigen Alltag. Wie all das leben?
Keine Angst. Ein kleines Kind lernt auch nicht sofort laufen. Es ist völlig imperfekt und lässt sich manchmal hinfallen, weil es einfacher ist. Es hat aber riesige Sehnsucht zu laufen und steht immer wieder auf, um es erneut zu versuchen. Auch die Eltern helfen ihm dabei uns feuern es an. Und sie freuen sich über jeden winzigen kleinen Schritt des Kindes.
Hast du auch Sehnsucht, zu wachsen – trotz jeden Hinfallens? Gott freut sich über jeden kleinen Schritt, den du tust. Denn er hat dich lieb.
Im Gebetsteil hatten wir Zeit, für bereits Gewachsenes zu danken, um Wachstum zu bitten und wir hatten die einmalige Gelegenheit, unsere Gebetsanliegen an eine Handy-Nummer zu schreiben.
Das Abendmahl haben wir diesmal mit Pfarrer Weber gefeiert, da unser Buschi noch im Krankenhaus lag.
Stefanie Händel, erstellt am 05.05.2008.
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