 JuGo, 27.01.2008
| Donnerstag, 09.09.2010
| [Alle Rubriken] [Rubrik "JuGos"] Wer ist Jesus für dich?
Unter diesem Motto stand der erste YouGo! im neuen Jahr - 2008.
Begonnen haben wir mit einer genialen Lobpreiszeit, die uns die JuGo-Band ausgestaltete. Bekannte Lieder, aber vielleicht auch neue Töne für den ein oder anderen.
Das schon langsam zur Tradition gewordene Anspiel fehlte diesmal zwar, doch stattdessen gab es für uns einige Bilder an der Leinwand zu sehen, die Jesus in verschiedensten Mimiken, Gestiken und Umgebungen zeigten. An dieser Stelle schaut ihr euch am besten die Fotoshow an, in der einige der Bilder auch für die zu sehen sind, die nicht da waren.
Wer ist Jesus eigentlich?
Ein paar JGler gaben Juliane auf diese Frage folgende Antworten: der Erlöser, das Licht, die Liebe, ein Drittel, der Einzige, der Beste, der Wahre, die Hilfe, der Freund, der Fels in der Brandung, der Retter, der Beschützer, der Sinn.
Und wer ist Jesus für dich?
Ist Jesus der, den du erlebt hast? Ist Jesus der, den wir in der Bibel erleben?[r]
Lest doch mal in der Bibel Mt.8,21.22. Passt dieser Jesus in dein Bild? Der Mann wollte nur noch seinen Vater begraben und dann wollte er Jesus folgen. Doch Jesus erwiderte ihm, dass das nicht seine Aufgabe sei. Seine Aufgabe sei es, das Reich Gottes zu vergrößern.
Jesus will uns ganz oder garnicht. Doch was würdest du zu so einem Freund sagen, der dir diese Bedingungen stellt. Entweder du kommst jetzt gleich mit oder ich brauch dich garnicht.
Weiterhin sagt Jesus, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Entweder wir gehen seinen Weg oder nicht. An Jesus geht kein Weg vorbei. Da brauchen wir auch nichts schön zu reden. Diese Aussage ist intolerant und lässt keinen anderen Weg zu. Wie passt das zu deinem Bild des Allversöhners?
Oder nehmen wir die Situation im Tempel, als Jesus die Händler aus dem Tempel vertreibt. Er hält den Anblick nicht aus, dass im Haus des Vaters Geld gewechselt und Tiere verkauft werden. Er rastet aus. Er versucht es garnicht erst mit Reden, er wirft die Tische um, schafft Chaos und schreit die Händler an. Wie passt das zu deinem Jesus-Bild als die Liebe und der Frieden?
In Mt. 10,34 sagt Jesus sogar, dass er nicht gekommen ist, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Bist du genauso schockiert? Doch das steht alles in der Bibel. Immerhin 1,8 Mrd. Menschen glauben an die Bibel.
Die Worte Jesu sind anstößig. Nicht nur heute für uns, sondern auch damals für die Juden und sogar für seine Jünger, die die Worte nicht ertragen konnten. Deshalb versuchten die Juden ihn auch mehrmals zu töten.
Viele seiner Jünger waren verwirrt. Sie waren schockiert über Jesu Worte. Geht es euch ähnlich? Die Lehre Jesu ist voll davon. Wer kann diese harten Worte hören? Passen sie mit unserem Bild von Jesus zusammen? Manche Stellen in der Bibel überlesen wir doch gern mal, weil wir sie garnicht hören wollen. Hat das Jesus wirklich gesagt? Das ist ja kaum zu glauben. Wie passt das denn zu dem Jesus, den ich erlebt habe?
Jesus bemerkt das Murren der Jünger. (Joh. 6,66-69)
Viele Dinge, die Jesus tut, sind für uns unlogisch, sie übersteigen unseren Verstand. Denn Jesus war wahrer Mensch und wahrer Gott. Kann ich mir überhaupt anmaßen, Jesus zu verstehen?
Dazu brauchen wir den Heiligen Geist. Rein Fleischlich ist es nicht möglich.
Wir müssen erst glauben, um die Worte Jesu zu verstehen.
Es sind harte Worte. Sie drängen zu einer Entscheidung. Entweder gehen oder bleiben. Jesus sucht keine Kompromisse, um Menschen für sich zu gewinnen. Er stellt sie vielmehr vor die Entscheidung.
Jesus hält den Schmerz aus, dass Menschen ihn verlassen.
Auf die Frage an die Jünger, ob diese sich nun auch abwenden wollen, antwortet Petrus, dass sie geglaubt und erkannt haben, wer Jesus ist. Der Heilige Gottes.
Sie haben geglaubt und erkannt. Also erst der Glaube, dann die Erkenntnis nicht andersrum.
Drei Dinge, die uns wichtig geworden sind:
1. Glaubenskrisen werden offen angesprochen. Auch die Jünger hatten Probleme zu glauben, doch Jesus geht darauf ein. Er lässt dich mit deinem Zweifel nicht allein.
2. Jesus stellt dich vor die freie Wahl. Er will keine Kompromisse. Entweder du bist für oder gegen ihn.
3. Jesus ist der Heilige Gottes. Wir sollen uns kein Bild von Gott machen. Es birgt die große Gefahr, dass wir meinen zu wissen, wie Gott ist. Aber Gott ist nicht nur Herr und Freund, er hat auch andere Seiten. Wenn wir uns auf ein Bild Gottes fixieren, dann erkennen wir Jesus vielleicht nicht, wenn er uns begegnen will.
Und Jesus will dir begegnen. Deine Aufgabe ist es, bereit zu sein, dein Bild von Gott immer wieder korrigieren zu lassen.
Es gibt zwei Wege, Gott zu begegnen.
Der erste Weg gleicht einer Landstraße, die völlig gerade ist. Du kannst von dem Punkt aus, an dem du stehst, erkennen, wie sie im weit entfernten Horizont langsam nicht mehr sichtbar wird. Du kannst ganz schnell fahren, weil du nicht lenken musst. Die Landschaft rauscht an dir vorbei und du nimmst nichts wahr. Du begegnest Jesus nach deinen Vorstellungen. Wenn Jesus für dich nur Freund ist, dann wirst du ihm auch nur so begegnen. Die vielen anderen Male, die er dir begegnen will, erkennst du ihn nicht, weil er nicht als Freund, sondern vielleicht als Ermahner kommt. Die Folge ist, dass du in deinem Glauben nicht weiterkommst. Du weißt schon jetzt, wie Jesus dir begegnen wird. Doch die Worte Jesu verschwinden deswegen nicht. Es kommt nämlich nicht auf dein Bild an, sondern auf das Wesen Jesu. Du schreibst vor, wie Jesus sein soll, doch er ist noch viel mehr als du denkst.
Der zweite Weg gleicht einer kurvigen Bergstraße. Du kannst nur bis zur nächsten Kurve sehen, weißt aber nicht, was danach kommt. Du kommst nur langsam vorwärts. So ist der Weg, Jesus zu begegnen, wie Jesus ist. Du überlässt es Jesus , dir zu begegnen. Du lernst neue Seiten an Jesus kennen. Du kommst im Glauben vorwärts, weil du dein Bild von Jesus immer wieder in Frage stellst. Jesus kann dir in vieler Weise begegnen. Denn auch die harten Worte gehören zum Wesen Jesu dazu.
Jesus ist wahrer Gott. Wir können ihn uns nicht so basteln, wie wir ihn brauchen.
Ich bin, der ich bin. (2. Mose 3,14 Elberfelder Übersetzung)
Es liegt also nicht in deiner Hand, ob dir Jesus begegnet. Sondern es liegt in deiner Hand, wie dir Jesus begegnet.
Du kannst dir nicht nur die bequemen Seiten aussuchen.
Welchen Weg willst du gehen?
Im Anschluss gab es für uns Zeit zur Begegnung mit Jesus, eine Zeit der Stille mit den Bildern vom Anfang.
Stefanie Händel, erstellt am 13.02.2008.
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