 JuGo, 25.03.2007
| Mittwoch, 08.09.2010
| [Alle Rubriken] [Rubrik "JuGos"] zugehörige Fotoshow von Thomy.Kann man als Christ scheitern?
Pünktlich 17 Uhr wurden wir in der Lutherkirche von der Band zum YouGo! begrüßt. Diesmal um ein weiteres Band-Mitglied „aufgestockt“ – die Miri am Saxophon. Ein Schmackerl für die Ohren =)
Beim Anspiel gabs dann allerdings nicht ganz soviel für die Hörorgane. War aber gar nicht schlimm, denn dafür konnten wir den Volker mit seinem weißen Gesicht, seiner schwarzen Pantomime-Kluft und den weißen Handschuhen ganz deutlich sehen. Wir haben auch ganz genau gesehen, wie der Volker lange Finger machte, sie im letzten Augenblick wieder zurück steckte und sich dann doch heimlich was in seine Hosentaschen steckte, wie er ein kleines Leckerli naschte und krampfhaft versuchte, sich von den daneben liegenden Diät-Zeitungen nicht beeindrucken zu lassen…
Hast du schon mal die Erfahrung gemacht, gescheitert zu sein? Du hattest dir ganz fest vorgenommen, irgendeine Sache nicht zu tun oder dich von irgendetwas nicht beeinflussen zu lassen und du bist doch schwach geworden? Sicherlich fallen dir da genügend Dinge ein, bei denen du versagt hast.
Es ist wichtig, darüber zu reden, auch wenn es erniedrigend ist, Schwäche zuzugeben. Es stimmt nicht, dass alles gut ist und wir perfekt sind, wenn wir mit Jesus leben. Unser Christenleben ist genauso vom Scheitern gekennzeichnet. In Römer 7, 16-25 gibt Paulus das auch für sich zu. Wie oft weißt du, was eigentlich richtig und gut ist, was Gott gefällt und doch handelst du genau anders? Wir sind Gefangene der Sünde! Paulus geht mit seinem Scheitern ehrlich um und bekennt seine Schwachheit. Er weiß, dass er in der Gefangenschaft der Sünde lebt.
Um aus dieser Gefangenschaft frei zu werden, ist es ganz wichtig, dass du dich der Sache stellst, dass du diesen Zwiespalt deiner Ansprüche und der Realität erkennst. Das schenkt uns der Geist Gottes. Er wirkt in dir und er lässt dich erkennen, wo du im Zwiespalt lebst. Dieser Schritt ist wichtig und du kannst dich wirklich freuen, wenn der Heilige Geist so in dir wirkt. Sei nicht länger bestürzt und traurig, dass du wieder mal versagt hast, dass du Gott damit traurig gemacht hast. Freu dich viel mehr über diese Erkenntnis.
Natürlich ist es schwer, mit dieser Erkenntnis umzugehen. Es besteht die Gefahr an unserer Schwachheit und Fehlerhaftigkeit zu zerbrechen, weil wir es niemals schaffen werden, daran etwas zu ändern. Du kennst deine Schwächen ganz genau. Und auch der Teufel weiß sehr wohl, wo er dich treffen kann.
Wenn du nun die Erkenntnis hast, kannst du zwei Wege gehen.
1. Du ignorierst, dass Dinge schief laufen. Mit der Konsequenz, dass sich dein Gewissen abstumpft. Stell dir deine Erkenntnis wie ein rotierendes Dreieck mit scharfen Spitzen in deiner Brust vor. Jedes Mal, wenn du etwas falsch machst, schneidet das Dreieck dir ins Fleisch. Ja, Erkenntnis tut weh. Aber in dem du diesen Schmerz ignorierst, stumpfst du mit der Zeit ab und die Dinge passieren trotzdem, ohne dass sie dich tangieren.
2. Du schreist heraus: Ich bin ein elender Mensch!! (Vers 24) Kann mich jemand aus dieser Notlage heraus ziehen? Kann mich jemand retten? Ja, Jesus Christus. Denn durch ihn bist du bereits gerettet und befreit. Du kannst dich entspannen und dich freuen, denn du bist befreit. Natürlich bist du nicht von dem bösen Handeln befreit, aber du wirst nicht bestraft. Und du stehst nicht mehr in diesem Zwang, dich selber rausziehen zu müssen.
Du musst nichts Besseres sein, auch nicht, wenn du Verantwortung übernimmst, als Leiter in der JG oder im Beruf. Du kannst genau so Fehler machen. Aber du weißt, dass du frei bist. Durch Jesus Christus, der für jeden Menschen, für jedes falsche Handeln am Kreuz gestorben ist.
Du bist davon befreit, dich ändern zu müssen. Aber du kannst es, wenn du Jesus lieb hast. Du weißt, was falsch ist und was unserem Vater weh tut und weil du ihn lieb hast, kannst du dich ändern.
Ein gutes Beispiel dafür ist die Partnerschaft. Weil du deinen Gegenüber lieb hast und weißt, was ihm nicht gefällt oder weh tut, willst du diese Dinge nicht mehr tun.
Gott liebt dich und du bist ihm so wichtig, dass er seinen Sohn für dich geopfert hat. Lass dich auf diese Gnade ein, die jedes Mal zum Staunen verleitet.
Lass dich befreien und begnadigen. (Hilfe und Unterstützung findest du im Psalm 51)
Ein Highlight gabs natürlich auch noch. Maria-Luise aus Vielau hat sich nach einigen Schwierigkeiten und Hin und Her, wie sie uns erzählte, zur Taufe entschieden. Tja, doch irgendetwas fehlte in diesem Bild aus Buschi in seiner Amtskleidung, Marie-Luise und ihren Freunden um sie herum.. Ach ja, das Taufbecken. Komisch, dafür stand eine Art Wanne hinter der Bühne. Die Aufklärung gab uns Buschi. In der Familie von Marie-Luise ist die Ganzkörper-Taufe Tradition, deshalb auch bei ihr. So stand sie dann also da mit einem Lächeln auf dem Gesicht, der Taufkerze in der Hand und pitsche patsche nass.
Stefanie Dannenberg, erstellt am 31.03.2007.
|