 YouGo 28.01.2007
| Mittwoch, 08.09.2010
| [Alle Rubriken] [Rubrik "JuGos"] zugehörige Fotoshow von Thomy.Hängt deine Rüstung noch im Schrank oder bist du schon Ritter?
Auf den ersten JuGo in diesem Jahr haben sich wohl alle gefreut. Auf jeden Fall war die Kirche wieder proppe voll. Auch der Thomy war wieder da und hat uns von den vielen freien Rüstzeitplätzen erzählt (guckt einfach mal, ob was für euch dabei ist =)). Und natürlich ist die Band nicht zu vergessen, die uns mit ihren Klangkörpern einen tollen Lobpreis ermöglicht hat.
Im Anspiel haben uns diesmal der Daniel und die Conny zum Schmunzeln gebracht, die mit ihrem fronsösieschem Aksont (französischem Akzent) eine kleine Modenschau moderierten. Das Modell „Yamaha“ mit einer schicken Lederkombi und dem passenden Helm durfte zuerst auf den Laufsteg, aber auch die Nachfolger waren nicht von schlechten Eltern !). So gab es noch die Modelle „Feuerwehr“ (leider ohne Schlauch und Vorführ-Effekt =)), „Biene Maja“ (in Imker-Bekleidung), „Holzfäller“ mit seiner scharfen Kettensäge, „Nemo“ (im blau-gelben Taucheranzug, der eigentlich der Dori gehört =)), „Reinhold“ (Messner mit unendlich vielen Metern an Seil um die Schultern), „Inline-Skater“ mit vorbildlicher Schutzausrüstung und das Modell „Laborant“ (mit gigantischer Schutzbrille und interessanten, sich verfärbenden Röhrchen).
Wenn ihr euch jetzt auch fragt, wie man daraus am besten eine Predigt macht, dann überlegt mal, was diese verschiedenen Modelle alle gemeinsam haben? Na?..... Genau, alle haben eine gewisse Schutzkleidung, mit der sie sich schützen können. Solche Schutzbekleidung ist in manchen Situationen notwendig, damit wir uns nicht verletzen. Jeder Mensch hat ein natürliches Bedürfnis, sich zu schützen. Noch mehr, wenn er Schmerz schon mal erlebt und gewisse Erfahrungen gesammelt hat. Wir wollen nicht, dass uns etwas weh tut und wir haben auch das Bedürfnis, nicht verletzt zu werden. Sei das jetzt körperlich oder auch geistig. Vielleicht hast du das in deinem Leben als Christ auch schon erlebt, wenn Menschen nicht verstehen können, dass du einen unsichtbaren Gott lieb hast oder sich vielleicht auch noch lustig machen.
Vielleicht fragst du dich auch manchmal, warum du diesen ständigen Anfeindungen ausgesetzt bist, warum manchmal alles schief läuft, wo das Evangelium doch eine frohe Botschaft ist, die Erlösung bringt.
Nein, natürlich gibt es keine Antwort auf diese Fragen, es gibt gleich 3!
Die erste: weil es so ist! Toll oder? Gehört bestimmt auch zu den Top Ten deiner Wunsch-Antworten. Aber leider ist sie richtig, denn unsere Vorstellungen gehen mit der der Bibel manchmal weit auseinander. Oder wir lassen die negativen Bibelstellen gleich mal weg. Jesus selbst hat uns nämlich schon gesagt, dass wir in Anfechtung leben werden, wenn wir ihm nachfolgen. Du wirst in der Bibel keinen Satz finden, dass du Jesus nachfolgst und alles ist toll und nichts passiert. Kein Jünger Jesu ist des natürlichen Todes gestorben. Sie wurden alle gestorben. Und in einigen Ländern ist das heut noch immer so, dass Christen wegen ihres Glaubens getötet werden. Wir können diese Anfechtungen also nicht ändern. Wir werden immer wieder erleben, dass wir anecken, wenn wir Jesus konsequent folgen.
Der zweite Punkt ist unser eigenes Schuldigwerden. Wir verbocken soviele Dinge selber, weil wir den Maßstäben, die wir uns setzen, nicht gerecht werden (können). Wir sind nicht Jesus, wir sind nur Menschen, die immer wieder fallen werden, die sich immer wieder schuldig machen. Aber dafür ist Jesus ans Kreuz gegangen. Durch ihn ist Vergebung möglich. Wir sind nicht besser als andere, wir sind nur besser dran.
Und es gibt auch jemanden, der sich über unsere Schieflagen freut. Satan. Es gibt einen Gegner, der gegen uns kämpft. Wir haben es hier mit Mächten und Gewalten zu tun, gegen die wir täglich zu kämpfen haben.
Aber hey, erinnere dich an das Anspiel. Es gibt eine Schutzkleidung, eine Rüstung, wie sie damals die Soldaten trugen. Wenn du diese Rüstung (natürlich in symbolischer Form) trägst, ist die Machtfrage schon geklärt. Satan ist kein Gegenspieler Gottes. Er steht weit unter Gott, sie sind nicht auf gleicher Ebene. Aber er ist unsere Konkurrenz. Er hat mehr Macht als wir und er versucht, uns auf seine schiefe Bahn mitzunehmen. Aber du kannst dich wehren. Leg die Rüstung an. Gott will uns ausrüsten, dass wir im Kampf bestehen. Satan dagegen ist listig und er will nichts Gutes für uns. Er will uns anklagen, für all die Schuld, die wir auf uns geladen haben. Er freut sich also über unsere Fehler.
Deswegen schütze dich. Bevor du die Rüstung anlegst, solltest du dir bewusst sein, auf wessen Seite du kämpfst und du kannst dir sicher sein, dass du der Sieger bist.
Als erstes lege den Gurt an, der die Wahrheit ist. Der Gurt hält die Rüstung zusammen, damit nichts verrutscht. Die Wahrheit ist, dass Gott dich lieb hat, egal was du tust, er hat dich vorbehaltlos lieb, auch wenn Satan dir einreden will, dass du nicht geliebt bist. Als zweites den Brustpanzer, der die Gerechtigkeit ist. Satan will an unser Herz und uns zweifelnd sehen, ob es denn gerecht ist, dass Gott uns bedingungslos liebt. Das geht doch nicht. Ich muss doch bestraft werden, Werkegerechtigkeit, Gott einen Gegenwert geben. Nein, das musst du nicht. Die Gerechtigkeit Gottes fordert nichts. Gott will nur in einer liebevollen Beziehung mit dir leben. Die Stiefel sind wichtig, dass dir keiner einen Knüppel zwischen die Beine werfen kann, dass du zum Beispiel denkst, dass Glaube nur privat ist und keinen anderen was angeht. Lass dich nicht ausbremsen, sondern leg Zeugnis ab und verbreite das Evangelium. Nimm das Schild, das das Vertrauen ist, an dem alle Pfeile abprallen. So soll dein Glaube sein. Lass Spott, listige Diskussionen, Sticheleien und Zweifel abprallen. Du kannst auf Gott vertrauen und musst dich und deinen Glauben nicht jedes Mal hinterfragen lassen. Dann setz den Helm auf, der dir Gewissheit gibt, dass Gott Heil schenkt. Satan will uns immer wieder sinnlose Gedanken in den Kopf setzen, die keine Antwort haben und uns niederdrücken, er will uns Angst machen, uns Zweifel geben. Stell dich auf diese Gewissheit des Heils und habe Vertrauen. Gott schafft Heil. Sicher passiert das nicht nach jedem Gebet automatisch, denn Gott hat seine eigenen Wege, aber du kannst dir gewiss sein, dass er Heil schenkt, egal wie das aussieht. Du bist in Gottes Hand. Und als letztes nimm das Schwert, das das Wort Gottes ist. Ein Schwert kann man defensiv und offensiv benutzen. Es verschafft deinem Gegenüber Respekt (defensiv) und du kannst es im Kampf auch benutzen(offensiv). Es gibt nichts wirkungsvolleres gegen Satan als das Wort Gottes. Es hilft bei Anfechtungen, damit du weißt, wie du auf Angriffe Satans reagieren kannst.
Ok, jetzt hast du soviel über die Rüstung gehört, nun interessiert dich bestimmt, wie du sie anlegen kannst. Nein, beim Schmied gibt’s die nicht und bei Ebay wahrscheinlich auch nicht. Aber Gott hält sie für dich bereit. Jeden Tag neu. Greif zu und schlüpf rein. (Epheser 6, ab Vers 10). Durch Gebet kannst du Gott darum bitten. Er gibt dir sie gern. Mehr ist es nicht, aber du musst es machen.
Wozu nun eigentlich das ganze? Auch dafür gibt es die passende Antwort: um das Feld zu behalten. Du stehst praktisch schon auf der Siegerseite, du brauchst nichts mehr zu erobern. Dass hat Gott mit Jesus schon gemacht. Du musst mit den Anfechtungen leben und kämpfen. Aber ganz wichtig ist: der Sieger steht schon fest: Du! Du bist ein Champion. Rüste dich morgens ordentlich aus und nutz deine Rüstung, die dir Gott geschenkt hat.
Amen.
Stefanie Dannenberg, erstellt am 01.02.2007.
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