 YouGo 24.09.2006
| Donnerstag, 09.09.2010
| [Alle Rubriken] [Rubrik "JuGos"] zugehörige Fotoshow von Stefanie Dannenberg. Das laaaaange Warten hat ein Ende: YouGo! is back!!
Doch es war nicht nur der Tag des ersten JuGo's seit der laaangen Sommerpause. Nein. Es war auch 40-Jahre-Buschi-Tag. Und so gab es zu Beginn natürlich erstmal ein „Häbbie Bürsdai“-Ständchen für unseren JuPfarrer.
Für eine sportliche Einlage sorgten Rebekka und Marie-Kristin. Die Staffelstab-Übergabe. Naja, zumindest klang es sportlich. Und in Wirklichkeit hatte Rebekka die Aufgabe, ihre „Prakti-Erfahrungen“ mit ein paar guten Tipps an Marie-Kristin weiterzugeben. Und der Staffelstab war auch nur ein Tausendfüßler aus Plüsch als Symbol, dass Rebekka wohl gern ein paar Gliedmaßen mehr gehabt und gebraucht hätte. Marie-Kristin blieb dennoch hart und mutig bei ihrer Entscheidung und wurde als Belohnung in ihr neues Amt eingesegnet.
Zum Anspiel gabs diesmal was für die Fans der „Hinterstraßen-Jungs“ (bekannt als Backstreet Boys). Unser treuer Boyband-Fan Nettl war im Konzertfieber gerade auf den Weg zu ihren Traummännern. Und zwar in einem echten Kia (im echten Altarraum). Doch dann fing das Drama an. Tank alle. Tankstelle. Tank voll. Portemonnaie weg. Keine EC-Karte. Jemanden anrufen. Akku alle. Und schon saß sie da, am Boden mit Tränen überströmten Gesicht. Doch da, das Happy End. Der große starke Daniel kam und brachte alles wieder in Ordnung.
Na gut, das Ende war nicht so real, aber dafür die ganze Vorgeschichte. Jedenfalls gingen viele Hände nach oben, als Buschi fragte, wem es auch schon mal so ging. Da hätte doch unser Fan-Nettl fast das Konzert verpasst.
Schon hart, wenn dir so was passiert. Es gibt ja nicht jedes Mal einen großen starken Daniel.
Kurz vorm Ziel, knapp vorbei, fast erreicht. Hast du auch eine gewisse Antipathie, wenn du diese Wörter liest oder hörst? Nah, aber nicht dran. Da ist man doch ärgerlich über so etwas Unvollkommenes.
Hm, und jetzt kommts. Genau mit diesen Wörtern beginnt Jesus seinen ersten öffentlichen Satz. (Markus 1, 15) „das Reich Gottes ist nahe“ … Toll, und wo ist es jetzt? Würdet ihr eure Freunde so einladen, die noch nie mit Gott in Berührung gekommen sind? Mit diesen Worten würde doch niemand Werbung für irgendwas machen. Und doch startet Jesus so sein Wirken, seine Predigt. Fast, nahe, bald – diese Wörter haben so was schwammiges. Wir sind doch eher Menschen, die etwas greifbar jetzt und sofort haben wollen. So wäre es uns am liebsten und so steckt diese Ungeduld in uns drin. Auch in Glaubensfragen.
Aber Kopf hoch und Geduld. Es lohnt sich, länger hinzuhören und zu realisieren, was Jesus uns sagen will. Dieses scheinbar unvollkommene Wort „nahe“ kann man nämlich auch positiv sehen. Nicht weit weg, kein ferner Gedanke. Gott ist der Herr der Welt und ein Gott, der nahe ist.
Er trichtert uns nichts ein und droht uns nicht mit Gewalt. Er kommt uns als Vater nahe. Er will uns nahe sein. Das betrifft dich ganz persönlich.
„darum kehrt um“ – er meint dein Herz. Er will, dass du deinen Sinn drehst, dein Leben anders ausrichtest. Natürlich ist sich Jesus über die Zumutungen dieser Aufforderung im Klaren. Schließlich möchte er von dir eine radikale Neubestimmung deiner Grundordnungen, deiner Basis. Er möchte eine aktive Entscheidung für sich, eine Partnerschaft mit Gott, der du alles unterordnest. Diese Entscheidung muss jeder für sich immer wieder neu fällen.
Doch er gibt uns auch Hilfestellung dazu. Das Evangelium, die frohe Botschaft. Er zeigt uns, was gut und schlecht ist. Die Entscheidung zum richtigen Handeln, so wie es Gott gefällt, triffst du aber aufgrund deines veränderten Sinns. Es ist keine ethische Notwendigkeit, kein Zwang. Dich treibt dein Herz dazu. Wir brauchen diese Voraussetzung. Jesus möchte auf dem Thron deines Lebens sitzen. Du brauchst diesen Herrschaftswechsel, diesen Sinneswandel.
Vielleicht fragst du dich jetzt, was du eigentlich davon hast. Ist ja bei den ganzen „Forderungen“ auch berechtigt. Die Antwort ist ein neuer Blick auf die Welt, auf die wirklichen Machtstrukturen. Jesus erzählt von der Königsherrschaft Gottes. (Exkurs: Was bedeutet Königsherrschaft? Für die Menschen damals hatte eine Königsherrschaft eine enorme Bedeutung, ihnen fiel förmlich die Kinnlade auf den Boden. Sie haben 600 Jahre auf diesen Augenblick gewartet, auf einen König, der sie von den Römern und Götzen befreit, nachdem sie so lang treu waren. Für sie war diese Botschaft einfach nur gigantisch.) Doch ihre Begeisterung wurde schnell wieder nüchtern, als sie sahen, wer ihnen das sagte. Jesus, ein Tischler, in Sandalen, keine goldenen Gewänder, keine Elite. Das war nun wirklich nicht ihre Vorstellung von der neuen Königsherrschaft. Dieser arme Mann sollte alles verändern?
Und doch hatte Jesus alles. Eine Hotline zum Vater, Mut und ein Herz für die Menschen, die Macht über den Tod,…
Um diesen Jesus kennenzulernen, reicht ein einfacher Sinneswandel. Dann ist die Königsherrschaft Gottes nah. Wir können sie sehen, bei der Lobpreiszeit spüren, beim Abendmahl schmecken und riechen. Sie ist erlebbar für jeden mit einem neuen Sinn, der sich zu Jesus wendet.
Was ist, wenn dieser Aufforderung jemand nicht nachkommt? Denn das erleben wir ja rund um die Uhr in unsere unmittelbaren Umgebung. Freunde, Familie, Bekannte,… Unsere Aufgabe ist es, diese frohe Botschaft immer wieder anzubieten. Gottes Reich ist nah, aber noch nicht vollkommen. Jedoch ist dieser Entscheidungsmöglichkeit eine zeitliche Grenze gesetzt. Die Aufforderung gilt so lang, bis Jesus in seiner vollkommenen Herrlichkeit wiederkommt. „Die Königsherrschaft Gottes ist nahe.“
steff, erstellt am 16.10.2006.
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